BDP-Kinderkiste unterstützt Praktikanten

Viel Platz für eigene Projekte

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Jungen Leuten ermöglicht der Kinderhort eine solide Ausbildung.

Babenhausen - Nächstes Jahr feiert die BDP-Kinderkiste 20-jähriges Bestehen. Mittlerweile kommen rund 90 Grundschulkinder zwischen sechs und zwölf Jahren in den inklusiven Hort, um zu spielen und zu lernen. Von Corinna Hiss 

Die BDP-Kinderkistesetzt sich aber auch für die Ausbildung junger Menschen ein. „Dieses Jahr bilden wir drei Erzieher und eine Sozialassistentin aus. Dazu leistet noch einer seinen Bundesfreiwilligendienst bei uns“, beschreibt Petra Mohrhardt, Leiterin des inklusiven Horts in Babenhausen, die momentane Situation. Für sie ist es ganz wichtig, Praktikanten in ihrer Berufsausbildung zu begleiten oder eine Anlaufstelle anzubieten für junge Erwachsene, die ein Freiwilliges Soziales Jahr oder den Bundesfreiwilligendienst leisten möchten.

Damit die angehenden Erzieher und Sozialassistenten einen guten Start ins Berufsleben bekommen, werden sie bei der BDP-Kinderkiste von Anfang an begleitet. Regelmäßig stattfindende Anleitergespräche und Rückmeldungen durch das Erzieherteam sollen den Auszubildenden weitere Sicherheit geben. Zugleich ist es der Einrichtung wichtig, dass die Praktikanten ihre eigenen Fähigkeiten frei entfalten und selbstständig Projekte und Angebote in den Hort-Alltag mit einfließen lassen. So unterschiedlich, wie jeder Mensch ist, sind daher auch die Aktionen im Hort.

„Einmal die Woche ist Kinderkonferenz, bei der auch die Kleinen ihre Wünsche äußern können“, sagt Petra Mohrhardt. In der BDP-Kinderkiste wird ihnen so einiges geboten: Nähen, Tanzen, Bauen, Ballsportarten – dort findet jedes Kind seinen Platz. Als besonderer Höhepunkt wird einmal pro Woche eine Kletter-AG in der Schulsporthalle veranstaltet. Als inklusive Einrichtung ist Petra Mohrhardt ein Projekt besonders ans Herz gewachsen. In der Schwarzlicht-AG haben die Kinder die Möglichkeit, in einer Dunkelkammer Theaterstücke aufzuführen. Dabei werden nur einzelne Bewegungen beleuchtet sein. „Im Dunkeln geht es um Zusammenarbeit und Rücksichtnahme“, weiß die Leiterin. Ein Punkt ist dabei auch wichtig: „Man sieht nicht, ob ein Kind groß oder klein, dick oder dünn ist. Hier sind alle gleich und werden auch gleich behandelt“.

Zu der Ausbildung zum Erzieher und Sozialassistenten gehört auch eine enge Zusammenarbeit mit den umliegenden Schulen, dem Beruflichen Schulzentrum des Odenwaldkreises in Michelstadt, der Alice-Eleonoren-Schule in Darmstadt, der Landrat-Gruber-Schule in Dieburg und der Eugen-Kaiser-Schule in Hanau. Was in der Berufsschule theoretisch gelernt wurde, soll dann im Hort praktisch angewandt werden. „Unsere Einrichtung macht sich zum Ziel, die Praktikanten auf dem Weg zu einem kompetenten Erzieher zu begleiten“, sagt Petra Mohrhardt. Ein Projekt, das die Kinder entwickelt haben, findet großen Anklang. In der Naschkatzen-AG wird selbst der Nachtisch für den nächsten Tag zubereitet.

Quelle: op-online.de

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