Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr

Stundenzahl deutlich gestiegen

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Übernahmen in die aktive Wehr und Beförderungen standen an.

Babenhausen - Zwar verbucht die Feuerwehr weniger Einsätze als im Vorjahr, doch die zeitliche Beanspruchung nimmt zu. Von Petra Grimm

Auf ein spektakuläres Ereignis, nämlich den Großbrand auf dem Michelsbräu-Gelände am 14. September 2012, ging Wehrführer Florian Sawallich bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr der Kernstadt noch einmal genauer ein. Dieser Großeinsatz, bei dem auch alle Stadtteilwehren und die Feuerwehren aus Münster, Dieburg und Groß-Umstadt zur Verstärkung angerückt waren, hat wohl vielen Bürgern, nicht nur den Bewohnern der angrenzenden Gebäude, deutlich gemacht, was die ehrenamtlichen Brandschützer leisten. Sie wurden mit Recht für ihren besonnenen und effektiven Einsatz von allen Seiten gelobt.

Allzu oft allerdings wird ihr freiwilliges Engagement kaum registriert. „Eigentlich müsste doch zumindest jeder Hausbesitzer die Feuerwehr durch seine fördernde Mitgliedschaft unterstützen“, sagte Stadtverordnetenvorsteher Wulf Heintzenberg, der sich im Namen aller Fraktionen und Wählergruppen bei der Einsatzabteilung und dem Feuerwehrverein bedankte.

13 Einsätze weniger

Mit 111 Einsätzen hatten die Aktiven 13 Einsätze weniger als im Vorjahr zu bewältigen. Ausgerückt sind sie zu 26 Brandeinsätzen, 66 technischen Hilfeleistungen, 13 Fehlalarmen und sechs Kleineinsätzen beziehungsweise Dienstleistungen. Richtig ärgerlich für die Tag und Nacht einsatzbereite Truppe sind die Fehlalarme. Neben der unnötigen Alarmierung durch automatische Brandmeldeanlagen und blinde Alarme, bei denen sie im guten Glauben aber doch unnötiger Weise alarmiert werden, gibt es immer wieder auch böswillige Fehlalarme.

„Aus Spaß die Feuerwehr zu alarmieren ist kein Kavaliersdelikt! Die Einsatzkräfte werden von ihrem Arbeitsplatz oder der Freizeit gerufen, im Glauben helfen zu müssen. Nicht nur, dass dadurch Kosten entstehen, sondern auch das statistische Risiko, selbst in einen Unfall bei einer Alarmfahrt verwickelt zu werden, ist sehr groß“, sagte der Wehrführer, der mit 66 Mitgliedern in der Einsatzabteilung, darunter zwei Frauen, relativ zufrieden ist. Es gab immerhin einen Zuwachs von fünf Aktiven. Besorgnis erregend sei für ihn eher die die Größe der Jugendfeuerwehr, die mit derzeit 20 Mitgliedern eher schrumpft.

Ein Blick auf die Statistik

Auffällig ist beim Blick auf die Statistik, dass trotz der leicht gesunkenen Einsatzzahlen die Gesamtstundenzahl an ehrenamtlicher Arbeitsleistung im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen ist. So ergeben sich aus den 1 507 Einsatzstunden (2011: 1 657 Stunden) plus Brandsicherheits- und Absperrdienst, Übungen, Aus- und Fortbildung, Verpflegungs- und Küchendienst und anderen Arbeitsleistungen auf dem Stützpunkt insgesamt 5 861 Stunden. „Das sind 1 548 mehr als im Berichtsjahr 2011“, sagte der Wehrführer.

Bürgermeisterin Gabi Coutandin sicherte den Feuerwehrleuten auch weiterhin die Unterstützung der Stadt durch die Bereitstellung der nötigen Ausrüstung zu. So soll noch in diesem Jahr ein neues Gelenkmastfahrzeug angeschafft werden. Gemeinsam mit Stadtbrandinspektor Mario Wörner beförderte sie Tim Pfleger und Matthias Malingriaux zu Feuerwehrmännern. Außerdem wurden Tobias Münster, Heiko Kreuz, Dominic Nathan und Kevin Wörner in die aktive Wehr übernommen. Drei der jungen Männer kommen aus der eigenen Nachwuchsabteilung und immerhin einer ist ein seltener Quereinsteiger. Kreisbrandmeister Christian Wolf nannte die FFW Babenhausen einen verlässlichen Partner vor allem auch als Ausbildungsstandort.

Quelle: op-online.de

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