Bei jedem Besuch bestens aufgestellt

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Langjährige Mitglieder ehrte die Freiwillige Feuerwehr Harpertshausen im Rahmen ihrer Mitgliederversammlung. Unser Bild zeigt (von links) Gerhard Jäger, Heinrich Schnur, Hermann Tempel sowie den ersten Vorsitzenden des Feuerwehrvereins, Bernd Sauerwein.

Harpertshausen (mj) ‐ „Bei der Berufsfeuerwehr würde sich eine Beförderung jetzt finanziell bemerkbar machen. Bei uns Freiwilligen ist das leider anders“, lachte Stadtbrandinspektor Mario Wörner bei der Beförderung von fünf Kameraden, die er zusammen mit Bürgermeisterin Gabi Coutandin vornahm.

Bei der Mitgliederversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Harpertshausen wurden Kevin Breitwieser, Felix Mainka, Christoph Schnur und Luisa Schnur zu Oberfeuerwehrleuten und Ralf Schnur zum Hauptfeuerwehrmann befördert. Auch langjährige Mitglieder galt es zu ehren: Hans Brusch ist seit 25 Jahren im Feuerwehrverein, Gerhard Jäger seit 40 Jahren sowie Hermann Tempel und Heinrich Schnur seit sogar 60 Jahren dabei. Beide waren aktiv, vor allem Tempel prägte in verantwortlichen Positionen die Geschicke der Brandschützer in Harpertshausen über Jahrzehnte und kann aufgrund seiner großen Verdienste nicht nur den Titel des Ehrenvorsitzenden vorweisen.

Bei der Jahreshauptversammlung standen keine Neuwahlen an. Sie begann mit dem Bericht des ersten Vorsitzenden und Wehrführers. Beide Ämter werden in einer Personalunion von Bernd Sauerwein äußerst gewissenhaft ausgefüllt. Wie Sauerwein sagte, gehören dem Verein 154 Mitglieder an, das sei eine Person weniger als im Vorjahr. Die Einsatzabteilung habe sich um einen Kopf auf 26 Aktive vergrößert. Die rückten 2010 zu neun Einsätzen aus. Sechs davon waren technische Hilfestellungen, dreimal brannte es. Den Ausbildungsstand bezeichnete Sauerwein mit vier besuchten Lehrgängen und 31 Übungsveranstaltungen als sehr gut.

In seinem Bericht wurde die gesellschaftliche Bedeutung der Floriansjünger deutlich, die das örtliche Leben entscheidend mitprägen. Im Anschluss informierte Jugendfeuerwehrwart Frank Herdt über die Situation beim Nachwuchs, der derzeit zehn Mitglieder aufweist.

Ein dickes Lob für die geleistete Arbeit gab es von Bürgermeisterin Gabi Coutandin. Sie erinnerte daran, dass viele kleine Wehren – auch im Stadtgebiet – um ihre Existenz kämpfen. Hier komme es auf das Ehrenamt an, das von Verlässlichkeit geprägt sein müsse. „Leben und Gesundheit hängen davon ab“, so Coutandin. Dem stünde das umfangreiche Wissen in nichts nach: „Die modernste Ausstattung nützt nichts, wenn man sie nicht bedienen kann.“ Insgesamt 1 500 Stunden stellten die Kameraden der Einsatzabteilung im Jahr 2010 dem Allgemeinwohl zur Verfügung. Ein Aufwand, der sich nach den Worten von Wörner und Coutandin sichtbar wird. So zeige sich die Feuerwehr im kleinsten Stadtteil bei jedem Besuch bestens aufgestellt. „Man kann sagen, dass wir den künftigen Herausforderungen gewachsen ist“, bilanzierte Sauerwein.

Er äußerte den Wunsch nach einem weiteren Ausbau der jetzt schon guten Zusammenarbeit mit der Wehr aus Langstadt, mit der man bei allen Einsätzen zusammen alarmiert wird. Noch wichtiger sei nur, dass alle Feuerwehr-Kameraden gesund und unfallfrei von den Einsätzen zurückkommen.

Quelle: op-online.de

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