Jetzt kommt Leben in die Halle

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Der TV Babenhausen präsentierte der Öffentlichkeit seine neue Halle. Die Gruppe Akzeptanz hatte einen Auftritt vorbereitet.

Babenhausen - Das Interesse an der neuen Halle des TVB ist groß: Nachdem rund 150 geladene Gäste aus Politik, Sport, dem Bankenbereich, Sponsoren sowie den am Bau beteiligten Firmen geladen waren, stand einen Tag später die Tür für alle Mitglieder und Babenhäuser Bürger offen. Von Michael Just

Und die kamen reichlich: Ab 14 Uhr verzeichnete der Verein am Samstag einen stetig wachsenden Andrang. Die Kaffee- und Kuchentafel erfreute sich eines großen Zuspruchs, genauso wie das Grillangebot. Im neuen Clubraum fühlten sich viele Gäste auf Anhieb wohl und blieben lange sitzen. Das galt auch für das neue Außengelände. .

Das Interesse mag auch damit zusammenhängen, dass die TV-Verantwortlichen von Anfang an die Arbeit und Zusammenarbeit mit den lokalen Zeitungen für eine umfassende Berichterstattung suchten. Von den ersten Plänen, über das Richtfest, bis zur Abnahme der neuen Halle vor wenigen Tagen, gingen Einladungen an die Presse raus, die diese gerne annahm und berichtete. Mit den daraus resultierenden Veröffentlichungen wuchs das Interesse in der Bevölkerung an der neuen Halle, was sich am Samstag deutlich zeigte.

Für seine Besucher hatte sich der TV ein kleines Programm ausgedacht: Zum einen wartete die Tanzgruppe Akzeptanz mit einem Auftritt, zum anderen gab es eine Zumba-Show. Die Frauen von Akzeptanz schwebten tänzerisch in schwarzen und weißen Kostümen zwischen den Gästen mit ausfallenden Bewegungen umher. Südamerikanische Rhythmen verbreitete die Zumba-Show und forderte Respekt, wie flink sich Arme, Beine und das Gesäß mit ein bisschen Übung bewegen lassen. Wer wollte, konnte sich davor oder im Anschluss vom Vorstand durch die neue Halle führen lassen. Dazu zählte auch die oberste Ebene mit der Geschäftsstelle. Die arbeitet bereits seit drei Wochen an neuem Platz. Ute Hehner und Petra Gierke hatten reichlich zu tun, die vielen Fragen zu beantworten. Dazu gehörte die Wissbegier über Kurspläne oder die Übungsleiter des TV.

Für Ute Hehner, die seit 20 Jahren in der TV-Geschäftsstelle arbeitet, ist die neue TV-Halle nun der dritte Ort, an dem sie für den Verein in der Verwaltung arbeitet. Zu Beginn war die Geschäftsstelle im Keller eines Wohnhauses im Erloch untergebracht, danach gegenüber der Stadtkirche in einem adretten Fachwerkhaus. „Nun sind wir quasi heimgekehrt“, sagt sie zur neuen Adresse in der Ziegelhüttenstraße. Was ihr auffiel: „Es ist stetig aufwärts gegangen.“ Damit meint sie lachend den Weg vom Keller, über das Erdgeschoss im Fachwerkhaus bis zum aktuell zweiten Stock im neuen Domizil.

Ein paar Besucher merkten an, dass die neue Halle kleiner scheint als zuvor. Laut Stefan Kratz, TV-Vorstandsmitglied und zuständig für das Resort Sportstätten, ist diese Wahrnehmung berechtigt. Vorher hätte man eine schlauchähnliche Halle von 20 Metern gehabt, die mit der Bühne 25 Meter maß. Jetzt seien zwei Räume, ein großer und ein kleiner daraus geworden. Die beiden quadratischen Ausmaße von 14 x 14 und 9 x 9 Metern bezeichnet Kratz als „quadratisch, praktisch, gut“.

Hallenbau in Babenhausen

Hallenbau in Babenhausen

Mit dem Beginn der Schulzeit kommt ab dieser Woche Belebung in die Halle. Ganz fertig ist sie aber noch nicht. So wartet im Keller noch ein bisschen Arbeit. Hier soll ein dritter, kleiner Gymnastik-Raum entstehen. Dazu müssen die sanitären Anlagen neu gemacht werden. Hier rechnet der Vorstand mit rund 50 000 Euro, die zusätzlich benötigt werden. Der Verkauf der Fliesen mit eingravierten Namen der Sponsoren brachte bis jetzt 40 000 Euro. Zum ehrgeizigen Ziel von 100 000 Euro ist noch ein bisschen Luft nach oben. Der Stadtlauf in wenigen Wochen soll eine weitere Einnahmequelle auftun.

Nach der gelungenen Eröffnung seiner frisch sanierten und erweiterten Sportstätte zeigt sich der TV Babenhausen derzeit beflügelt. So hofft man, mit den neuen Räumlichkeiten weitere Mitglieder zu gewinnen. Die derzeit 1 800 TVler sollen in den nächsten Wochen und Monaten auf 2 000 ansteigen, was mit dem Magneten „neue Halle“ als ziemlich realistisch erscheint.

Quelle: op-online.de

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