Welcher Beruf passt zu mir?

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Wer noch nicht weiß, was nach dem Schulabschluss kommen soll, kann sich auf der Job-Info-Börse informieren. Das Hotel „Schwartzer Löwe“ beteiligte sich zum ersten Mal bei der Job-Info-Börse. Koch Goran Bulicic gab dabei Einblicke in den Berufsalltag.

Babenhausen - Viele sehnen ihn herbei, schimpfen, dass er noch nicht da ist und stehen dann ratlos da, wenn sie ihn doch in der Tasche haben: den Schulabschluss. Von Corinna Hiss 

Was will ich später machen? Welcher Beruf liegt mir? Wo sind meine Stärken? All das sind Fragen, die auch die Abschlussjahrgänge der Offenen Schule und der Eduard-Flanagan-Schule beschäftigen. Damit den Jugendlichen der Übergang von der Schule ins Berufsleben erleichtert wird, veranstaltete die Offene Schule in Zusammenarbeit mit der Stadt gestern die nun mittlerweile 16. Job-Info-Börse. Auf zwei Etagen tummelten sich wissbegierige Jugendliche, um sich bei 41 Betrieben, Firmen, Schulen und Institutionen aus Babenhausen und der Region Darmstadt-Dieburg zu informieren. Plakate an den Wänden gaben eine erste Orientierungshilfe, Fachkräfte aus den Betrieben beantworteten viele Fragen und gaben in den Klassenräumen einen Einblick in ihren Berufsalltag. „Manche der Firmen machen schon von Beginn an mit“, freute sich Barbara Meuer, Schulzweigleiterin der Offenen Schule. So seien die Agentur für Arbeit, die Sparkasse Dieburg oder Continental Automotive bereits seit 16 Jahren bei der Job-Info-Börse dabei.

Unter die alten Hasen mischen sich aber auch immer neue Betriebe, die ihre Türen für die Schüler öffnen. So waren gestern die K&S Seniorenresidenz, Willi Weber aus Dieburg und das Hotel „Schwartzer Löwe“ zum ersten Mal vertreten. Der ungewöhnliche Schultag kam bei allen sehr gut an. Auf den Gängen und in den Pausen, in denen die belegten Brötchen und Kuchen des Elternbeirats für Stärkung sorgten, wurden Zukunftspläne geschmiedet und Meinungen über den einen oder anderen Beruf ausgetauscht. Die Polizei hatte es Michalina Manus angetan, weshalb sie sich am Stand des Polizeipräsidiums Darmstadt informierte. Nach einem kleinen Vortrag fühlte sie sich in ihrem Berufswunsch bestätigt. „Mir gefällt, dass Polizisten viel mit anderen Menschen zu tun haben und ständig draußen unterwegs sind“, sagte sie anschließend begeistert.

Nicht alle Firmen präsentierten sich in der Schule, bei einigen bot es sich an, direkt vor Ort zu sein. „In zehn Betrieben können die Schüler den Berufsalltag hautnah miterleben“, berichtete Michael Spiehl, städtischer Jugendpfleger, der die Info-Börse mit organisiert hatte. Das Hotel „Schwartzer Löwe“, das dieses Jahr erstmals vertreten war, gehörte zu den Außenbetrieben. Rund zehn Schüler, die sich für die Hotel- und Gastronomiebranche interessierten, durften Gaetano Laganga Senzio, Chef des Unternehmens, persönlich in seinem Hotel kennenlernen. „Wichtig ist in diesem Beruf, dass nicht nur das Angenehme, sondern auch die Schattenseiten gesehen werden“, erläuterte er. Freie Wochenenden oder Feiertage seien rar, Arbeiten bis spät in den Abend hinein nichts Ungewöhnliches und Stress in der Küche normal. „Dafür sind wir hier aber wie eine Familie“, schwärmte der Gastronom von seinem kleinen Hotel.

Von der Rezeption zum Gästezimmer bis hin zur Küche – die interessierten Schüler bekamen alles zu sehen. In der Küche schnippelte Goran Bulicic Zucchini und Paprika und erzählte vom Alltag eines Kochs. Nach einem Tag voller Entdecken und neuer Eindrücke ist die Zukunft der Schüler noch lange nicht in Stein gemeißelt. „Uns geht es nicht darum, dass sich die Schüler hier für einen Betrieb festlegen“, betonte Spiehl. „Sie sollen nur generell einen Einblick in die Berufsbranche bekommen anhand der ausgewählten Firmen.“ Dass ein Schüler nach einem ersten Kennenlernen bei der Job-Info-Börse den Ausbildungsplatz in seinem Traumberuf bekommt, sei natürlich besonders schön zu sehen.

Quelle: op-online.de

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