Verdienste im Mittelpunkt

+
Die Feuerwehr Babenhausen verabschiedete Feuerwehrmänner aus der Vorstandsarbeit und ehrte Karlheinz Hinkelbein (vierter von rechts) für 60-jährige sowie Manfred Beck (zweiter von rechts) für 50-jährige Mitgliedschaft.

Babenhausen - Die Feuerwehr Babenhausen ehrte bei ihrem Jahresabschlussabend langjährige Engagierte und verabschiedete Vorstandsmitglieder aus ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit. Von Ulrike Bernauer

Stellvertretender Kreisbrandinspektor Dieter Pabst, Wehrführer Florian Sawallich und Vereinsvorsitzender Frank Pernecker zeichneten die verdienten Brandbekämpfer am Wochenende aus.

Im Jahr 1952, mit 14 Jahren, trat Karlheinz Hinkelbein in die Jugendgruppe der Babenhäuser Feuerwehr ein. Er absolvierte in seiner 45-jährigen aktiven Laufbahn zahlreiche Lehrgänge, unter anderem war er einer der ersten Atemschutzgeräteträger. „Damals war das nicht so selbstverständlich wie heute“, erklärte Pabst. Seine wechselnden Funktionen in der Feuerwehr waren Gruppenführer und Atemschutzgerätewart, der damals noch „Referent für Atemschutz“ genannt wurde.

Auch im Verein war Hinkelbein aktiv, er betätigte sich als Beisitzer und zweiter Rechner. 1997 trat der Oberlöschmeister in die Ehren- und Altersabteilung ein. Hinkelbein ist erst der zweite Feuerwehrmann in Babenhausen, der für 60-jährige Mitgliedschaft geehrt wird.

Ein halbes Jahrhundert dabei

Ein halbes Jahrhundert ist Manfred Beck, Jahrgang 1948, dabei. Er war 1971 der Mitbegründer der Jugendfeuerwehr und der erste Jugendwart bei der Babenhäuser Wehr. Von 1977 bis 1990 übte er die Funktion des Pressewartes aus, ab 1995 war er Beisitzer.

Erst 2010 legte er nach 40-jähriger Vorstandsarbeit sein Amt nieder. Von einer Tätigkeit will der Hauptfeuerwehrmann, der im Jahr 2008 in die Ehren- und Altersabteilung wechselte, allerdings nicht lassen. Seine Kollegen freut’s. Manfred Beck ist nämlich immer noch einer von zwei Chefköchen des Küchenteams, das er ebenfalls mit gründete.

Herbert Rauch wurde nach 35 Jahren aus der Vorstandsarbeit verabschiedet. Er übte unter anderem die Funktionen des Wehrführers aus, die dessen Stellvertreters und des Stadtbrandinspektors. Friedel Siebenschuh hatte sich 42 Jahre im Vorstand engagiert, auch er war einige Jahre Wehrführer.

Allseits Mecky genannt

Heinrich Siebenschuh, allseits Mecky genannt, so mancher Feuerwehrkollege hörte an diesem Abend das erste Mal seinen richtigen Vornamen, wurde nach 25 Jahren Vereinsvorsitz in den „Ruhestand“ verabschiedet. „Du hast immer gekämpft für das Wohl der Wehr“, attestierte Nachfolger Pernecker dem Scheidenden.

Bürgermeisterin Gabriele Coutandin dankte für die Bereitschaft rund um die Uhr und betonte die Ehrenamtlichkeit der Feuerwehr. „Sie bekommen kein Geld, sondern nur die Anerkennung der Bevölkerung, aber die ist ihnen wohl nach dem Brand an der Brauerei, wo sie das Übergreifen der Flammen auf Nachbarhäuser verhindern konnten, sicher“.

Auch die Erste Kreisbeigeordnete Rosemarie Lück betonte die Ehrenamtlichkeit der Feuerwehr. „Besucher aus dem Ausland staunen immer, wenn sie das hören. Denn nur in Deutschland und in Österreich liegt die Sicherheit der Bevölkerung in den Händen von Ehrenamtlichen.“

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare