Jugendvorstand gewählt

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Der neu gewählte Jugendvorstand der Freiwilligen Feuerwehr Harreshausen.

Harreshausen - (bea) Bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Harreshausen wurde ein neuer Jugendvorstand gewählt. Außerdem wurde auf das Jahr 2008 zurück geblickt, das von der Renovierung der eigenen Räume geprägt war.

„Aus 14 Mitgliedern besteht unsere Einsatzabteilung zurzeit“, teilte der Wehrführer der Harreshäuser Freiwilligen Feuerwehr, Christian Funk, am Freitagabend während der Jahreshauptversammlung mit. Zu elf Einsätzen war die Wehr im Jahr 2008 gerufen worden, wobei sie einen Einsatz wegen mangelnder Tageseinsatzstärke nicht übernehmen konnte. Bei den Einsätzen handelte es sich um einen Brandeinsatz und zehn Hilfeleistungen.

Ein Einsatzschwerpunkt war in der Nacht vom 2. auf den 3. Juni, als nach einem Starkregen viele Keller im Ort unter Wasser standen. Unverständnis äußerte Funk über die Ansprüche manches Mitbürgers, dem geholfen wurde. So wollte ein Harreshäuser ein Schriftstück, das den Betroffenen von seiner Arbeit am nächsten Tag freistellt. Funk stellte klar: „Wir machen das alles freiwillig und sind auch nicht verpflichtet, Keller nachts auszupumpen. Außerdem müssen wir am nächsten Tag auch wieder zur Arbeit gehen“. Nicht zuletzt aus diesem Grund wird es am 5. Juli einen Tag der Offenen Tür geben, bei dem die Feuerwehr der Bevölkerung ihre Arbeit näher bringen will.

Etliche Arbeitsstunden wurden nicht nur während den Einsätzen geleistet, sondern auch bei Aus- und Fortbildungen und bei Übungen. Eine groß angelegte Katastrophenschutzübung fand auf dem ehemaligen Kasernengelände in Babenhausen statt, eine Alarmübung auf dem Firmengelände von VDO/Continental. Eine neue Tragkraftspritze wurde im Dezember 2008 von der Stadt angeschafft.

Bei den Ergänzungswahlen wurde Erhard Kattner als Aktivensprecher gewählt, Helmut Herdt vertritt künftig die Passiven. Zur Rechnerin wurde Antje Funk bestimmt.

Nicht nur arbeiten kann die Feuerwehr, sondern auch Feiern, wie der erste Vorsitzende des Vereins, Ulrich Hartmann, berichtete. Los ging es mit dem Maibaumstellen, einer Veranstaltung, die sich langsam zu einem Großereignis entwickelt. Bei einer Weinprobe am Rhein vergnügten sich die Kameraden. Im September wurde die Blaulichtkerb veranstaltet. „Insgesamt war das Jahr geprägt von der Renovierung unserer Räume“, sagte Hartmann. „Die Küche konnte erst jetzt in Angriff genommen werden“. Der Vorsitzende dankte der Ehren- und Altersabteilung, die die Hauptlast der Arbeiten getragen habe.

Zehn Jugendliche befinden sich momentan in der Jugendfeuerwehr, von denen zwei in diesem Jahr in die Einsatzabteilung übertreten werden. „Wir haben nach wie vor Nachwuchssorgen“, sagte Jugendwart Harald Berz. Auch die Jugendfeuerwehr beteiligte sich neben den Übungsstunden an zahlreichen Aktivitäten, unter anderem fand eine Fahrradtour statt, ein Johannisfeuer wurde errichtet. Aus Anlass des 35-jährigen Bestehens wurde ein Gedenkstein an der Pyramideneiche gesetzt. Beim Kreisjugendfeuerwehrtag konnten Patrick Hartmann, Phillip Funk, Marcel Fäth und Daniel Preißler die Leistungsspange, die höchste Auszeichnung im Jugendbereich, erringen.

„Die Wuselwehr besteht zur Zeit aus acht Jungen und fünf Betreuerinnen“, berichtete Leiterin Stefanie Weidler. Höhepunkt für die Kleinen war eine Übung zusammen mit den Großen. Spielerisch wird in den Übungsstunden den Kindern die Feuerwehr näher gebracht. „Bei uns können auch Mädchen mitmachen“, warb Weidler abschließend.

Bürgermeisterin Gabriele Coutandin nannte die Feuerwehr die früheste und lebendigste Bürgerinitiative und versprach auch künftig die Unterstützung der Stadt. Sie dankte den Aktiven für die Arbeit, die nicht nur Gesundheitsrisiken beinhalte, sondern mitunter auch Probleme mit dem Arbeitgeber. Stadtbrandinspektor Mario Wörner würdigte die Leistung aller Feuerwehrmänner in Babenhausen, die im letzten Jahr 165 Einsätze gefahren hätten.

Ortsvorsteherin Heidrun Koch-Vollbracht bedankte sich ganz persönlich. „Ich habe bei den 100 voll gelaufenen Kellern hier geschrieen“, sagte die Ortsvorsteherin. „Und ich habe gesehen, dass ihre Arbeit viel mehr ist, als nur einen Schlauch halten“.

Quelle: op-online.de

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