„Jumbos“ feiern ganz in Orange

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„Zehn Jahre Jumbos“ hieß es am Wochenende in der Stadtkirche zu feiern. Gleich zu Beginn spielten das Vor-, Schüler- und Jugendorchester gemeinsam auf. Die Moderation des Abends hatte Jens Kutscher übernommen.

Babenhausen - (mj) Als am Sonntagabend um kurz nach 19 Uhr die „Jumbos“ in die Stadtkirche einlaufen, hat der Anblick schon etwas Beeindruckendes: Die Kette der rund 100 jungen Musiker in ihren orangefarbenen T-Shirts will gar kein Ende nehmen. Es dauert einige Minuten, bis die jungen Bläser alle im Gotteshaus sind und auf dem Altar dicht gedrängt ihre Plätze gefunden haben.

Der Anlass war ein freudiger: Zu feiern galt es den zehnten Geburtstag der Jugendabteilung des Blasorchester Babenhausen. Zu ihrem Jubiläum erstellten die „Jumbos“ (was von „JUnge Musiker im BlasOrchester“ abgeleitet wurde) eine Gesamtkonzeption mit zahlreichen Musikstücken, Grußworten und Gastauftritten befreundeter Musiker. Ein Ständchen gab es unter anderem von Saxophonia, dem Musikzug der Feuerwehr Klein-Umstadt oder Solosängerin Julia Hofmann. Aus dem eigenen Verein gratulierte das Große Orchester.

Ideenreich waren die stets wiederkehrenden Auftritte eines Jumbokindes, das zwischen den Musikstücken für Abwechslung sorgte. Je nach Alter schlüpfte jeweils ein anderer Vertreter in die Rolle des Jumbokindes, das über den Werdegang in den verschiedenen Nachwuchsorchestern informierte. Rührend zu Beginn der Auftritt einer Sechsjährigen, die ihr Alter mit „zwei vor Jumbo“ definierte. Mit dieser eigenen Zeitrechnung wollte sie sagen, dass sich ab acht Jahren die musikalische „Karrieretonleiter“ im Babenhäuser Blasorchester starten lässt.

Erinnert wurde während der Geburtstagsfeier natürlich auch an das Gründungswochenende vor zehn Jahren, als sich im März 1999 sieben junge Musiker des Blasorchesters trafen und ein Konzept für die Jugendarbeit erarbeiteten und damit den Grundstein für eine Erfolgsgeschichte legten. Heute sind von diesen sieben noch drei übrig geblieben. Dies sind Silke Assmann, die von 1999 bis heute Jugendbetreuerin ist, Uwe Wittenberger, der seit zehn Jahren sich als Jugendleiter engagiert und Werner Kunkel, der damals Vizedirigent war und dann die neu geschaffene Position des Ausbildungsleiters übernahm.

Wie der Vorsitzende des Blasorchesters, Klaus Mohrhardt, lobte, könne man über die Entwicklung auf heute über 100 Kinder und Jugendliche nur staunen. Er lobte die soziale Kompetenz, die der Jugendausschuss mit vielen erlebnispädagogischen Veranstaltungen abseits der Musik auf die Beine stellt.„Wer das sieht, dem muss in Sachen Musik und Organisation für die Zukunft nicht bange sein“, so Mohrhardt.

Des Weiteren gratulierten Pfarrerin Andrea Rudersdorf, Musikgeschäftinhaber Reiner Hofmann und Burkhard Schimpf als Elternvertreter. Schimpf überreichte mit einem Teddy sinnbildlich einen Oskar an Ausbildungsleiter Werner Kunkel. Dass dieser Bezug nicht übertrieben ist, rechtfertigte der Nachwuchs nicht nur mit seiner personellen Stärke, sondern auch mit seinem Können, wie die verschiedenen Auftritte des Vor-, Schüler- und Jugendorchester sowie eines Flöten- und Klarinettenensembles zeigten. Dass sich die Mitgliedschaft bei den „Jumbos“ auszahlt, daran ließ Klaus Mohrhardt keinen Zweifel. „Wer bisher die Zeit verpennt, eilt nun von Event zu Event“, sagte er in Reimform und salopper Jugendsprache. Und ein echter Babenhäuser sei man nur dann,„das ist klar, wenn man früher bei den ‚Jumbos‘ war“.

Quelle: op-online.de

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