„Kälte macht einen fix und fertig“

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Klaus Volk

Babenhausen - Die Ostereiersuche machte keinen rechten Spaß. Kalt war´s, viel zu kalt. Und die Temperaturen werden wohl auch nur langsam steigen, lauten die Voraussagen. Wie gehen die Babenhäuser mit den Temperaturen um? Wir haben nachgefragt. Von Ulrike Bernauer

Janes Bodelle, 22 Jahre, Elektriker aus Babenhausen, sagt: „Es könnte mal langsam besser werden, es wird Zeit, dass es wärmer wird. Ich kann mich nicht an so ein kaltes Frühjahr erinnern und auch nicht, dass es so grau war. Wenn ich besser verdienen würde, dann hätte ich mich in den Süden begeben, weil es hier bei dem Wetter keinen Spaß macht.“

Klaus Volk, 66, Rentner aus Babenhausen, findet das Wetter „beschissen“ und ist damit durchaus nicht alleine. „Ich bin Orchideenzüchter, und meine ganzen Pflanzen sind vier Wochen zurück. Ich habe Freilandorchideen, den Frauenschuh, und davon sind etliche Pflanzen kaputt gegangen. Trotzdem habe ich auf Ostern gefreut und Osternester für die Enkelchen gebaut.“ Volk sieht auch Probleme bei den Erwerbsgärtnern, „die werfen die Stiefmütterchen raus, weil sie sie nicht verkaufen können.“

Ursula Best, 77 Jahre, Rentnerin aus Hergershausen sagt ebenfalls: „Das Wetter ist sehr schlecht, es ist viel zu kalt. Am besten steigt man ins Flugzeug und ab. Im Garten kann man ja noch nichts machen, die Tulpen kommen gerade aus dem Boden raus. Der kalte Wind geht mir besonders auf die Nerven.“

Werner Kadic

Werner Kadic, „noch unter 50“, Maschinenschlosser aus Langstadt: „Das ist kaum zu übertreffen, die Kälte mit dem Ostwind macht einen fix und fertig. Ich arbeite zum Teil draußen, das ist nicht lustig, man ist zwar dreifach eingepackt, aber trotzdem zieht die Kälte in die Knochen. Ich bin Motorradfahrer und eigentlich wäre ich schon am Neckar gewesen, aber es ist einfach zu kalt.“

Josefine Hesse mit Louise

Josefine Hesse, 44, Gärtnermeisterin aus Babenhausen, findet das Wetter „zu kalt für die Jahreszeit und schlecht für die Gärtner. Ich habe eine Baumschule, da geht es noch, aber für die Blumen ist es schlecht, da würden die Leute gerne was raus pflanzen, aber das geht ja nicht. Die Gehölze fangen jetzt an zu treiben und sind sehr knospig, da sind die späten Nachtfröste schlecht. Die Hortensien sind erfroren, und der Bambus hat Schäden. Vor allen Dingen kommen keine Kunden.“

Katrin Maaß, 46 Jahre, Diplomingenieurin für Lebensmitteltechnik aus Babenhausen, sieht das Wetter gelassen. „Es könnte langsam mal wieder schöner werden. Ich habe es noch gut, durch die Kälte bin ich von meinen Heuschnupfen entlastet worden, aber es reicht trotzdem, es sollte jetzt mal wärmer werden. Auf meiner Terrasse habe ich auch noch nichts gemacht.“

Quelle: op-online.de

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