Freibad: Heizungszuschuss beschlossen

Kaserne: Erster Schritt für „Kaisergärten“

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Die im Inneren der „Jenny“ untergebrachte Schwimmbadtechnik läuft bereits. Bürgermeister Knoke kündigte in der Stadtverordnetenversammlung an, dass die Außenwände des ehemaligen Küstenmotorschiffs einen neuen Schutzanstrich benötigen.

Babenhausen - Der Südosten der Kernstadt rückte in der jüngsten Stadtverordneten- versammlung mehrmals in den Blickpunkt: Es ging um Beschlüsse und Informationen zum Kasernengelände und das Schwimmbad. Von Norman Körtge 

„Aus der Blankheit heraus entsteht etwas Buntes“ – fast philosophisch anmutend umschrieb Bürgermeister Joachim Knoke am Donnerstagabend in der Stadtverordnetenversammlung den zur Abstimmung stehenden Tagesordnungspunkt: den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan für das 60 Hektar große Kasernenareal. Damit werde das Jahrhundertprojekt „auf die nächste Ebene gehoben“, sagte der Rathaus-Chef zum ersten Schritt hin zu einem rechtsgültigen Bebauungsplan. Und wie es sich für ein Vorhaben dieser Größenordnung gebührt, bekommt dieser den würdevollen Namen „Kaisergärten“. Wie nicht anders zu erwarten, wurde der Aufstellungsbeschluss, der im Kern eine Dreiteilung vorsieht – Wohngebiet, Gewerbeflächen und ein „Kreativquartier“ im historischen Teil –, mit großer Mehrheit angenommen. Von den 30 anwesenden Stadtverordneten stimmten 29 dafür. SPD-Abgeordneter Adolf Breer wollte an der Abstimmung nicht teilnehmen.

Genau das selbe Stimmungsbild gab es, als die Lokalpolitiker die vorgelegte Zwischennutzungsvereinbarung auf den Weg brachten. Hintergrund: Damit wird bereits jetzt Gewerbetreibenden die Möglichkeit gegeben, ein Mietverhältnis einzugehen und sich auf dem Kasernengelände anzusiedeln. Damit solle verhindert werden, dass Firmen aus Babenhausen abwandern oder Auswärtige anlocken, die die Gersprenzstadt bereits ins Auge gefasst haben, es ihnen aber zu lange dauern würde, bis der Bebauungsplan beschlossen ist und sie dann auch Immobilien kaufen können. Bürgermeister Knoke hatte in seinem Bericht aus dem Magistrat ausgeführt, dass sich ein metallverarbeitendes Unternehmen mit derzeit 15 Mitarbeitern bereits vorgestellt habe, das seinen Produktionsstandort nach Babenhausen verlegen möchte. Der Zwischennutzungsvereinbarung müssen die Stadt, die Bauaufsicht des Landkreises und die Konversionsgesellschaft – in dieser sind die Firmen Aumann und Revikon sowie die Stadt vertreten – zustimmen.

In den zurückliegenden Magistratsitzungen war die Kaserne auch bei zwei anderen Projekten Thema. Knoke berichtete, dass geprüft werde, ob der städtische Bauhof auf das Kasernenareal umziehen könne. Und der Landkreis habe entschieden, dass die geplante Grundschule nicht in einer Bestandsimmobilie untergebracht werden soll, sondern ein Neubau geplant sei.

Bilder: Tag der offenen Kaserne in Babenhausen

Wie bei den Beschlüssen zur Kaserne, waren auch die Abstimmungen zu den beiden das Freibad betreffenden Drucksachen von größtmöglicher Einigkeit geprägt. 30 Ja-Stimmen gab es jeweils für die neue Gebührensatzung – neuer Bestandteil ist wie berichtet das vergünstigte Feierabendticket ab 17 Uhr – und den gemeinsamen CDU/FWB-Antrag, 5 000 Euro für das Anwärmen des Schwimmbadwassers zur Verfügung zu stellen, bevor ab dem 15. Mai der Förderverein die Finanzierung übernimmt (wir berichteten). Somit sollte garantiert sein, dass das Wasser bei der Eröffnung zirka 20 Grad hat. Der Förderverein möchte dann noch weiter an der Temperaturschraube drehen und ab Mitte Mai mindestens 23 Grad erreichen.

Wie der mittlerweile 293 Mitglieder starke Verein um Vorsitzenden Dirk Weißner außerdem mitteilt, sollen Spielgeräte für das Nichtschwimmerbecken gekauft werden, die das Planschvergnügen vergrößern sollen. Die geplante Sanierung des Kleinkindbereichs verzögert sich indes. Ursprünglich war angedacht, nach dieser Badesaison damit zu beginnen. Wie Bürgermeister Knoke auf Anfrage sagte, konnte die Planung allerdings noch nicht ausgeschrieben werden. Auch warte die Stadtverwaltung auf das beauftragte Gutachten für den Personalbedarf. Erst wenn dies vorliege, können die von der Mehrheit der Stadtverordneten gewünschte Neuausschreibung für den Schwimmbadbetrieb erfolgen, erklärt der Verwaltungschef.

Quelle: op-online.de

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