Keine Erhöhung des Wasserpreises

Babenhausen (st) - Für Verbraucher die gute Nachricht gleich vorweg: Das Gruppenwasserwerk Dieburg mit Sitz in Hergershausen erhöht die Gebühren 2012 nicht. So bleibt es bei einem Kubikmeterpreis von 1,68 Euro bzw. 1,80 Euro (inklusive 7 Prozent Mehrwertsteuer).

Das Wasserwerk versorgt mit seinen 21 Tiefbrunnen Tag für Tag über 120.000 Menschen mit durchschnittlich 18 000 Kubikmetern – 18 Millionen Liter – frischem Trinkwasser: macht pro Jahr über 6,5 Millionen Kubikmeter für Kunden im östlichen Landkreis und in Teilen des Kreises Offenbach.

Wie Vorsitzender Siegfried Sudra bei der jüngsten Verbandsversammlung sagte, schließt der Erfolgsplan des Etats mit Erträgen und Aufwendungen in Höhe von 14,1 Euro. Der Vermögensplan weist 4,7 Millionen Euro aus und ist damit 154. 000 Euro höher als im Vorjahr. Die Gebühren bleiben also stabil, es soll keine Netto-Neuverschuldung geben, Kredite werden abgebaut und das Eigenkapital wird weiterhin gestärkt. Die faktische Eigenkapitalquote liegt bei rund 40 Prozent.

Erst einmal 890.000 Euro für Planung bereitsgestellt

Das Gruppenwasserwerk muss den Lagerumbau zügig vollenden und den Um-/Neubau des Verwaltungsgebäudes und alle Alternativen prüfen. Dies hat den Vorstand veranlasst, dass erst einmal 890.000 Euro für Planung und vorbereitende Maßnahmen für diese Maßnahme bereitgestellt werden.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die systematische Rohrleitungssanierung und –erneuerung, auch im Hinblick auf die Reduzierung der Bruchquote. Diese sollte 1,5 Prozent möglichst nicht unterschreiten; sie lag im Mittelwert zwischen 2005 und 2010 bei 1,92 Prozent bei den Ortsnetz-, Brunnen- und Fernleitungen und damit über der Rate der Konzeptplanung aus 2005, die für 30 Jahre ausgelegt ist und auf einen Prozentsatz von 1,85 Prozent ausgelegt ist. Für die Behebung von Rohrbrüchen wird mit Kosten in Höhe von 330.000 Euro gerechnet.

Die genannten Ziele seien, so Sudra, auch 2012 wieder eine große Herausforderung. Die fixen Kosten bleiben, aber die Wasserabgabemenge wird wohl nicht größer. Mit 12,3 Millionen stellen die Wasserlieferungen 87 Prozent der Erträge dar. Nach einem Rückgang der Wasserabgabemengen bis zum Jahr 2009 ist nun eine Stagnation eingetreten.

Ein dicker Posten ist die Tilgung von Darlehen

Für einen eventuell kurzfristig nötig werdenden Kredit sind 2,2 Millionen Euro eingestellt.

Ein dicker Posten ist die Tilgung von Darlehen. Dafür sind zunächst 748 000 Euro vorgesehen. Die Erhöhung des Vermögensplanes ergibt sich hauptsächlich durch Ausgaben bei den Sachanlagen in Höhe von 3,6 Millionen. Der Hauptanteil in Höhe von 1,7 Millionen findet Verwendung im Bereich des Rohrnetzes, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und um das Ziel bei der Erneuerungsquote der Rohrnetze sicherzustellen. Dies umfasst Investitionen für Ortsnetzsanierungen und -erweiterungen, die Erneuerung einer Transportleitung und die Herstellung von Hausanschlüssen. Hervorzuheben sind auch notwendige Sanierungsmaßnahmen der Brunnen.

Die geplanten Personalkosten, die einen Anteil von 33 Prozent am Gesamtaufwand ausmachen, zeigen keine Steigerung gegenüber 2011. Insgesamt umfasst die Übersicht wie im Vorjahr 66 Stellen ohne Auszubildende. 2012 sind wieder sechs Stellen für Azubis vorgesehen.

Die Verbandsversammlung stimmte dem Zahlenwerk in der Sitzung einstimmig zu.

Quelle: op-online.de

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