Keine fest installierten Radaranlagen

Babenhausen - (st) Auf der Bouxwiller Straße wird es keine fest installierten Radaranlagen geben. Ein von der SPD-Fraktion gestellter Antrag in der Stadtverordnetenversammlung wurde von CDU/Grünen abgelehnt.

In den Zeitfenstern, in denen das Verkehrsaufkommen ein zügiges Befahren der Landesstraße ermöglicht, also besonders nachts und an Wochenenden, halten sich Auto- und Motorradfahrer nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung von Tempo 50 bzw. im Brückenbereich derzeit von 30. Hierdurch, so die Überlegung der Sozialdemokraten, entsteht zusätzliche Belastung an Lärm und Luftschadstoffen sowie eine erhebliche Gefährung der übrigen Verkehrsteilnehmer.

Aus Sicht von CDU-Fraktionschef Friedel Sahm ist diese Lösung zu teuer und würde eine erneute Belastung des städtischen Haushalts bedeuten. Zu bedenken sei, dass das durch die Radaranlagen eingenommene Geld nicht in vollem Umgang in die Stadtkasse fließe, sondern nur zum Teil. Verkehrssündern käme man besser bei, wenn die Kontrollen flexibel blieben. Die Positionen der Starenkästen seien bald bekannt, die Autofahrer würden kurz auf die Bremse treten und dann wieder aufs Gaspedal. Solches Verhalten könne man beispielsweise beim Durchfahren von Klein-Umstadt beobachten.

14 000 Autos seien täglich auf der Bouxwiller Straße unterwegs, rechnete Eric Spiehl von der SPD vor, viele davon zu schnell: „Das bedeutet eine Verkehrsgefährung vor allem für die Schüler, es ist unmöglich, hier nur die Kosten zu sehen, es geht schließlich um die Sicherheit.“

Mehr Beratungsbedarf herrscht dagegen bei der Streckensperrung der Bouxwiller für den Lkw-Durchgangsverkehr, ebenfalls ein Antrag der SPD. Diese Problematik wurde zunächst in den Bauausschuss zur vertieften Diskussion verschoben.

Quelle: op-online.de

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