Kerb in Sickenhofen

Kerbumzug läuft in Rekordzeit

+
Schlechtes Wetter beeinträchtigt Kirchweih in Sickenhofen. Im Zelt herrscht aber gute Stimmung.

Sickenhofen - Das schlechte Wetter beeinträchtigte die Kirchweih in Sickenhofen. Im Zelt herrschte aber gute Stimmung. Von Ulrike Bernauer

Die Feuerwehr hatte es noch gut beim Kerb-umzug. Die Damen und Herren, die Mädchen und Jungen der Jugendwehr warfen sich ihre Einsatzkleidung über und waren damit am besten von allen Umzugsteilnehmern vor dem Nass von oben geschützt.

Der Dauerregen vermieste nicht nur den Beteiligten am Umzug ein wenig die Laune, sondern auch den Zuschauern. Die standen deutlich weniger häufig als in anderen Jahren am Straßenrand, um zu jubeln und zu klatschen, und so bewältigte der kleine Kerbumzug aus rund zehn Wagen und Fußgruppen den Weg durch den Ort in Rekordzeit. Den eigentlich geplanten Schlenker durch das Neubaugebiet sparte man sich angesichts des Wetters ebenfalls. Die Sickenhöfer Vereine gestalteten den Umzug.

Ihre gute Stimmung ließen sich die Sickenhöfer durch das schlechte Wetter allerdings nicht vermiesen. Im Zelt auf dem Gelände des Sportvereins war es voll und die Verantwortlichen des Sportvereins, der auch in diesem Jahr die Zeltkerb ausrichtete, freuten sich über den guten Besuch. Auch die Laune der Feiernden war prächtig, man unterhielt sich oder lauschte den Klängen des Blasorchesters Langstadt, das nach dem Umzug im Zelt aufspielte.

Urgesteine müssen ran

Der Vorsitzende des SV 58 Sickenhofen, Jörg Luithard, bedauerte, dass sich auch in diesem Jahr keiner fand, der eine Kerbrede halten wollte. „Das haben früher Sickenhöfer Urgesteine zur Freude des Publikums erledigt, unter den Jüngeren findet sich leider keiner, der diesen Job übernehmen will.“

Bereits am Freitag begann die Zeltkerb unter dem Motto „Just White Party“. Viele Partygäste kamen ganz in Weiß und reduzierten damit ihr Eintrittsgeld von fünf auf einen Euro. Schon am Freitag herrschte allerbeste Stimmung und Luithard freute sich über den guten Besuch. Ein voller Erfolg war auch das Fußball-Jedermannsturnier am Samstag, sechs Freizeitteams stritten mit viel Spaß um den Ball. Der Sonntag begann mit einem gut besuchten ökumenischen Gottesdienst, gehalten von Pfarrerin Elke Becker.

Mit einem weiteren Höhepunkt endete die Sickenhöfer Kerb. Zum Frühschoppen am Montagvormittag kamen nicht nur die Ortsansässigen. Die gegrillten Haxen, ein ausgesprochen deftiges Gericht, wollten sich auch viele Auswärtige nicht entgehen lassen.

Quelle: op-online.de

Kommentare