Wo Kinder Kindern helfen

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Beim ersten Sponsorenlauf der Langstädter Markwaldschule flitzten 67 Kinder insgesamt 742 Runden durch Langstadt, um so Kindern in der dritten Welt zu helfen.

Langstadt - 67 Kinder der Markwaldschule zogen die Laufschuhe an, um für Kinder in Not auf die Straße zu gehen. Nach dem Motto „Kinder laufen für Kinder“ wurde so nahezu das gesamte Schülerpotential für die gute Sache mobilisiert. Von Ursula Friedrich

Beim ersten Sponsorenlauf der Grundschule flitzten die jungen Leute insgesamt 742 Mal über den 320 Meter langen Parcours rund ums evangelische Gemeindehaus – dies entspricht in der Summe 237 Kilometern – um auf diese Weise Geld für hilfsbedürftige junge Menschen zu sammeln. 263 Sponsoren unterstützten die kleinen Läufer, so dass bisher eine Spendensumme von 3500 Euro zusammenkam. „Die Kinder sind total stolz“, freute sich die Schulleiterin der Markwaldschule Brigitte Lübow, die den Betrag in einer Feierstunde überreichen möchte.

Und die Spendensumme wird weiter wachsen: Denn die vielen gespendeten Kuchen summierten sich zu einem leckeren Büfett, die den sechs- bis zwölfjährigen Sportlern anschließend zu Stärkung dienten. Positiver Nebeneffekt: Mit dem Kuchenverkauf können die Einnahmen für das Hilfsprojekt weiter aufgestockt werden. Und diese Geldsumme soll nicht einfach an eine große Hilfsorganisation überwiesen werden. „Eine Langstädterin ist Mitbegründerin des Projekts ‚Esperanza para ninos – Hoffnung für Kinder’“, sagte die Schulleiterin.

Mit Elend und Armut konfrontiert

Mehr Infos

Weitere Informationen über das Projekt „Hoffnung für Kinder“ gibt es bei Beate Stoiber-Kämmerer unter 06073/87250. Spendenkonto 5901944, bei der Volksbank Maingau, BLZ 50561315.

Die Kinderkrankenschwester Beate Stoiber-Kämmerer, die das kleine Unternehmen 1999 zusammen mit ihrer Kollegin Elke Dietscheid-Göller gründete, erzählte in der Markwaldschule von ihrem Einsatz für Kinder in Peru, Kolumbien und Sri Lanka. „Wir wurden immer wieder mit Elend und Armut konfrontiert“, so die Babenhäuserin, dies führte zu ihrem Engagement für Kinder in der dritten Welt. Dank ihrer Fotos und Erlebnisse gelang es, den Langstädter Grundschülern einen Eindruck des Schicksals anderer Kinder zu vermitteln. Während des Unterrichtsprojektes „Kinder dieser Welt“ lernten sie das schwerhörige Mädchen Griselda kennen, dessen Eltern weder Arztbehandlung noch medizinische Hilfsmittel für ihr Kind bezahlen konnten. Durch Spenden aus Deutschland wurde das Mädchen operiert und trägt ein Hörgerät.

Vielen Kindern in dieser Welt geht es viel schlechter“, so die Schulleiterin zur zentralen Botschaft des Unterrichtsmodells. Die Spende aus dem Sponsorenlauf kann Dank der persönlichen Kontakte zu Ordensschwestern und Mönchen in den Krisengebieten direkt und ohne Bürokratie Familien in Not zur Verfügung gestellt werden. Bisher wurde 20 kranken und behinderten Kindern auf diese Weise geholfen.

Quelle: op-online.de

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