Kinderbibelwoche: Blick aufs eigene Leben

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Singen, Basteln und Spielen sowie mit der Heiligen Schrift das eigene Leben zu beleuchten, waren die wichtigsten Inhalte der Kinderbibelwoche.

Babenhausen - Die Antwort des Jungen fällt unerwartet kurz aus. Auf die Frage, was ihm am besten gefällt, entgegnet er mit nur einem Wort: „Alles“.

Das dürfte Pfarrer Frank Fuchs freuen, zeigt es doch, dass die Kinderbibelwoche bei den jungen Teilnehmern bestens angekommen ist. Am gestrigen Freitag ging sie mit dem Aufbau einer großen Spielstraße, zu der neun Stationen sowie ein Kuchenbuffet gehörten, zu Ende. Davor waren die ganze erste Ferienwoche (jeweils von 9 bis 12 Uhr) die Stadtkirche und das evangelische Gemeindehaus als Treffpunkt ausgeschrieben. Am morgigen Sonntag folgt noch ein großer Abschlussgottesdienst mit hoffentlich reger Beteiligung von Eltern und Angehörigen.

Die Kinderbibelwoche für Vier- bis Zwölfjährige ist kein Novum, gibt es sie mittlerweile doch schon seit über zehn Jahren. Zu der kostenlosen Betreuung gehört ein Frühstück, des Weiteren sind im ökumenischen Geiste katholische Kinder ebenfalls willkommen. So meldeten sich auch diesmal wieder rund 50 Kinder an, die in fünf Gruppen aufgeteilt wurden. Die Betreuung, die von den Eltern dankbar angenommen wird, startete jeweils mit einer kleinen Andacht sowie einer kleinen Theateraufführung der neuen Konfirmanden. Im Anschluss folgte ein gemeinsamer Tanz. Dafür wurden die Bänke in der Stadtkirche komplett zur Seite gestellt um möglichst viel Platz zu haben. Dass sich im Kreise der Betreuer eine ganze Reihe von Konfirmanden fanden, gefällt Pfarrer Fuchs: „In ihrer Vorbereitung geht es schließlich vor allem darum, als Christen für andere da zu sein.“

Singen, Basteln und Spielen

Die Bibelwoche wird stets unter ein Thema gestellt. In diesem Jahr hieß das Maria Magdalena. Täglich wurde zu dieser bedeutenden Frau eine kleine Geschichte oder Begebenheit aus der Bibel vorgestellt. So wie jene Szene, als die Ehebrecherin gesteinigt werden soll, was Jesus dazu bewegt, einzuschreiten. „Wer frei von Schuld und Sünde ist werfe den ersten Stein“, lauten dabei seine bekannten Worte. In Anlehnung an diese Geschichte verzierten die Babenhäuser Kinder im Anschluss Steine in Serviettentechnik. Am ersten Tag fertigten sie Namensschilder und Freundschaftsbänder an. Die Namensschilder hatten in Form einer Hand, denn Maria Magdalena war als spätere Begleiterin von Jesu immer wieder mit einer helfenden Hand zur Stelle.

Die kleinen Bibelexkurse waren in die morgendliche Andacht eingebaut und überschritten selten mehr als 15 Minuten. Das Gros der Zeit verbrachten die Kinder mit Singen, Basteln und Spielen. Wie Pfarrer Fuchs sagt, ist die Bibelwoche nicht vorrangig dazu da, die Bibel kennenzulernen. Vielmehr gehe es darum, über die darin enthaltenen Themen – im Falle von Maria Magdalena sind es beispielsweise Schuld oder Ausgrenzung – den Blick auf das eigene Leben zu werfen. „Kommen dabei zwischen den Kindern und den Betreuern gute Gespräche heraus, ist unser Ziel schon erreicht“, erklät Fuchs.

mj

Quelle: op-online.de

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