Kindergarten im Übergangsquartier

Schnell eingelebt im neuen Heim

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Der Kindergarten in Langstadt hat den Betrieb im Übergangsquartier aufgenommen. Bis voraussichtlich Mai nächsten Jahres ist der Langstädter Kindergarten Regenbogenland in Containern untergebracht.  

Langstadt - Der Kindergarten in Langstadt hat den Betrieb im Übergangsquartier aufgenommen. Von Sebastian Schwarz 

Bunte Regenbogenstreifen verzieren die Fenster der Container, die an der Langstädter Markwaldhalle stehen. Betritt man die metallenen Quader, entdeckt man bunte Plakate und Bilder an den Wänden, zahlreiche kleine Rucksäcke hängen an Kleiderhaken. Man erkennt es unschwer, hier drin herrscht Leben. Am Montag hat der ASB-Kindergarten Regenbogenland in den Containern seine Arbeit wieder aufgenommen. „Der Betrieb läuft ganz normal ohne Einschränkungen“, erklärt Clemens Kiefer, beim städtischen Eigenbetrieb für Immobilien zuständig, Bis Mitte nächsten Jahres soll die Einrichtung in dem Übergangsquartier bleiben, dann sollen die Umbaumaßnahmen am ursprünglichen Standort im Breuberger Weg abgeschlossen sein. Im Mai soll es laut Kiefer voraussichtlich so weit sein.  Neben den provisorischen Räumlichkeiten gibt es vor allem eine große Neuerung: Der Kindergarten bietet ab sofort auch eine Ganztagesbetreuung von sieben bis 16.30 Uhr an. Möglich wurde diese durch die Nähe zur Markwaldhalle, wie Clemens Kiefer erläutert. Der Kindergarten könne die Küche der Halle nutzen, was Voraussetzung für den Ganztagesbetrieb gewesen sei. Selbst gekocht werde in der Küche jedoch nicht. Das Essen für den Nachwuchs wird von einem Caterer geliefert.

Zudem habe man auf die Infrastruktur der Halle bei Wasser, Strom und Abwasser zurückgreifen können, was ein weiterer Grund gewesen sei, die Kinder dort unterzubringen, so Kiefer. Und nicht zuletzt könne der Nachwuchs die Kulturhalle der Markwaldhalle als Bewegungsraum nutzen. Insgesamt 19 Container mit einer Fläche von jeweils drei mal sechs Metern bieten Platz für zwei Gruppenräume, zu denen jeweils noch ein sogenannter Intensivraum gehört, den die Kinder ebenfalls zum Spielen nutzen können. Möbliert sind die Räume mit der Inneneinrichtung, die vom Breuberger Weg mitgebracht wurden. Bunte Teppiche schmücken den grauen Fußboden. Außerdem gibt es ein großes Bistro für die gemeinsamen Mahlzeiten, einen Schlafraum sowie Büro-, Personal- und Aufenthaltsräume für das Team des Kindergartens. Extra eingebaut wurden außerdem die sanitären Anlagen. Große, nach Süden gerichtete Fenster, sollen möglichst viel Sonnenlicht in die Räume lassen. Frische Luft schnappen können die Kinder im abgeschlossenen Innenhof.

Poolparty zum Abschluss der Ferienspiele (2013)

Poolparty zum Abschluss der Ferienspiele

Und wenn der Bewegungsdrang der Kleinen mal stärker ist, gibt es ja in direkter Nachbarschaft noch einen Spielplatz, und auch der Wald liegt gleich um die Ecke, wie Kindergartenleiterin Christine Schmidt bemerkt. Wenn es dann mal nicht mehr so sonnig und vor allem warm ist, sorgen Elektroheizungen für angenehme Temperaturen in den Containern. 42 Kinder sollen in dem Domizil am Ende der Sommerferien Platz finden. Rund 30 sind gegenwärtig schon da. An ihre neue Unterkunft haben sich die Kinder schnell eingelebt. „Ihnen macht das nichts aus, sie haben sich sehr schnell eingewöhnt“, sagt Christine Schmidt. Und auch das neue Ganztagsangebot kommt bereits gut an. 14 bis 16 Kinder werden schon regelmäßig am Nachmittag betreut.

Quelle: op-online.de

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