Kindertagesstätte Kunterbunt

„Die Kita wird bald fertig sein“

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Der Neubau der Kita Kunterbunt sorgt seit langer Zeit für Aufregung. Er ist teuer, nun aber nicht mehr aufzuhalten. Der Grundstein liegt unter der Erde begraben.

Babenhausen - „Wer will fleißige Handwerker sehn, der muss zu uns Kindern gehn. ....Stein auf Stein, Stein auf Stein, die Kita wird bald fertig sein...“ Von Daniel Schmitt

Mit diesen etwas abgewandelten Zeilen des bekannten Kinderlieds leiteten die Jungs und Mädchen der Kindertagesstätte (Kita) Kunterbunt gestern selbst die Grundsteinlegung für ihr neues Domizil ein. „Es ist ein schöner Tag für uns“, sagte Kita-Leiterin Dagmar Thybusch. Spätestens Anfang 2014 soll der Nachwuchs in das neue Gebäude der Kita Kunterbunt am Westring einziehen, da mit Ablauf dieses Jahres Fördergelder verloren gehen würden. Seit der zweiten Januarwoche laufen die Bauarbeiten auf dem 4 200 Quadratmeter großen Gelände auf Hochtouren. Der erste Gebäudekomplex ragt schon fünf Meter aus dem Boden.

„Es geht voran“, sagte auch Bürgermeisterin Gabi Coutandin, während sie Münzgeld, Baupläne, den Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, eine aktuelle Ausgabe unserer Zeitung sowie Glücksbringer der Kita-Kinder in einer Kupferschatulle verstaute. Wenig später griffen die Kinder zu ihren mitgebrachten Plastiksschaufeln und schütteten den Grundstein mit Sand zu.

Doch bis zu diesem Punkt war es ein weiter Weg für die Stadt. Wie mehrfach berichtet, halten CDU und Grüne den Standort der neuen Kita für falsch. Sie plädierten für einen Bau in der Heinrich-Heine-Straße. Zudem sei das Projekt viel zu teuer und damit „eine völlig falsche Entscheidung, die die nachkommende Generation noch belasten wird“. Ursprünglich waren Kosten von etwa 2,1 Millionen Euro anvisiert worden, im Dezember 2011 stiegen sie schon auf 4,5 Millionen.

Letztlich stimmte eine Mehrheit des Stadtparlaments sogar einer Obergrenze von 5,2 Millionen zu, mit der Maßgabe an die Architekten, nach Einsparmöglichkeiten zu suchen. Viele hat das nach einer europaweiten Ausschreibung beauftragte Odenwälder Architektenbüro Eckert nicht gefunden. „Es ist schwere Kost“, gab auch Coutandin zu, „aber es ist auch Geld, das sehr gut investiert ist.“

So funktioniert das Betreuungsgeld

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Die Gesichter der Anwesenden strahlten gestern jedenfalls. Verständlich, wird es den Kindern im Neubau wohl an nichts mangeln. Kunterbunt-Leiterin Thybusch und weitere Mitarbeiterinnen der Kita waren von Anfang an in die Planungen involviert. „Wir haben versucht, das Beste für unsere Kinder herauszuholen“, sagte Thybusch. Diese sangen abschließend nur so vor sich hin: „...tripp, trapp, drein – tripp, trapp, drein...  jetzt gehn wir von der Arbeit heim...“

Quelle: op-online.de

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