Kippen, Dosen und auch Stacheldraht

150 freiwillige Helfer sammeln in Babenhausen kubikmeterweise Müll ein

Zwischen Fahrradständern liest sich der Müll nur mühsam ein.
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Zwischen Fahrradständern liest sich der Müll nur mühsam ein.

Trotz der Corona-Pandemie hatte der ZAW zu seiner jährlichen, kreisweiten Müllsammelaktion für vergangenen Samstag aufgerufen und viele Kommunen, darunter auch Babenhausen und seine Stadtteile, beteiligten sich – wegen der besonderen Situation unter Beachtung der bekannten Hygienemaßnahmen.

Babenhausen/Hergershausen – Im Vorfeld der Sammelaktion hatten sich rund 150 Helfer aus dem ganzen Stadtgebiet im Steueramt der Stadtverwaltung, wo die Fäden zusammenliefen, angemeldet. Auch zwei Klassen der Edward-Flanagan-Schule waren im Einsatz gegen den wilden Müll.

Säcke, Handschuhe und Warnwesten stellte der ZAW wie gewohnt zur Verfügung und die Bauhof-Mitarbeiter sammelten den zusammengetragenen Unrat dann am Montag in den Stadtteilen wieder ein.

Allein im Ortsteil Hergershausen trafen sich trotz des regnerischen Wetters 43 freiwillige Helfer, fast die Hälfte Kinder und Jugendliche, um Straßen und Wege im Dorf und der unmittelbaren Umgebung zu reinigen. In fünf Gruppen aufgeteilt, schwärmten sie aus. Hier lag die „Ausbeute“ nach knapp zwei Stunden bei rund zwei Kubikmetern Müll, vor allem Kleinkram, wie Zigarettenkippen, leer Flaschen, Dosen und Plastikteile. „Aber wir haben auch Stacheldraht und Straßenleitpfosten gefunden“, so Rolf Gründling.

„Wir sind zum ersten Mal bei dieser Aktion dabei“, sagten Bettina und Marvin Schott, die ihre Kinder Florian (5) und Nora (3) im Schlepptau hatten. Seit fünf Jahren wohnen sie im Hergershäuser Neubaugebiet, wo sie vor allem die herumliegenden Zigarettenstummel stören und wenn Müll auf den Spielplätzen liegt. „Wir wollen, dass unsere Kinder von Anfang an mitbekommen, dass man auf die Umwelt aufpassen muss. Außerdem möchten wir die Dorfgemeinschaft unterstützen.“

Und die hat wieder funktioniert. Im größten Stadtteil geht traditionell jedes Jahr eine große Gruppe freiwilliger Müllsammler an den Start. „Bei uns meldet sich eigentlich gar keiner vorher an. Die meisten Leute kommen spontan zum Treffpunkt am Dalles“, sagte Alexandra Hilzinger vom Hergershäuser Ortsbeirat, der die Aktion vor Ort wieder organisierte. Der Verein Herigar sorgte im Anschluss an der Alten Schule, wo der gefundene Unrat von den Helfern zusammengetragen wurde, für eine Stärkung in Form von Würstchen und Käsebrötchen.

„Alles im Freien, mit Abstand und mit Adressenlisten der Teilnehmer“, fasste Sabine Walz die Sicherheitsmaßnahmen für den Imbiss zusammen. (Von Petra Grimm)

Zum Start der Aktion in Hergershausen fanden sich diese fleißigen Mülleinsammler am Dalles ein.

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