Mehrkosten für Kita Kunterbunt

Altlasten kommen teuer zu stehen

+
Die Altlasten der Kita Kunterbunt bewirken nicht unerhebliche Mehrkosten.

Babenhausen - Viele Monate hat es gedauert, bis der mit Schadstoffen belastete Bauschutt des ehemaligen Kindergartens Ludwigstraße entsorgt werden konnte.

Verantwortlich für die Schadstoffbelastung waren vor allem teerhaltige Abdichtungen im Aufbau der Bodenplatten und Kellersohlen. Zudem musste ein alter Tunnel abgebrochen, weiterer Bauschutt aus dem Erdreich entfernt werden. Nun liegen die Mehrkosten für die Bewältigung der Altlastenproblematik vor: Die belaufen sich auf rund 185.000 Euro und addieren sich zu weiteren Mehrkosten in Höhe von rund 210.000 Euro, „die aus unterschiedlichsten Gründen unvermeidbar sind“, wie es in einer Pressemitteilung von Bürgermeisterin Gabi Coutandin heißt.

Obwohl das vorhandene Mobiliar soweit wie möglich weiter genutzt werden soll, reiche die ursprüngliche Hochrechnung nicht ganz aus, um Krippe, Kindertagesstätte, Verwaltungsbereich und Bewegungsraum auszustatten. Hier hätten die Ausschreibungsergebnisse insbesondere für Schreinerarbeiten höhere Kosten verursacht. Die Beträge für Genehmigungen und Prüfgutachten, Stromkosten und Architektenleistungen erhöhen sich ebenfalls.

Klinkerfassade verspricht kaum Renovierungsbedarf

Insgesamt ergibt sich eine Kostensteigerung von 7,5 Prozent; knapp die Hälfte ist der Bewältigung der Altlastenproblematik geschuldet. „Erfreulich ist, dass die eigentlichen Baukosten bei den veranschlagten 3,5 Millionen Euro bleiben. Dafür bleibt der Stadt die Kinderkrippe, die Kindertagesstätte und die gemeinsam genutzten Bereiche erhalten“, schreibt die Bürgermeisterin.

Die Klinkerfassade sei extrem haltbar und bedürfe auch langfristig keinerlei Renovierungsarbeiten, die Gebäudehülle weise im Vergleich mit der gültigen Energieeinsparverordnung 30 Prozent bessere Werte auf.

Mehrkosten durch Hochkonjunktur im Baubereich

Coutandin erklärt die Kostensteigerung wie folgt: „Aufgrund der Hochkonjunktur im Baubereich war es leider nicht möglich, günstigere Ausschreibungsergebnisse zu erzielen, die die Mehrkosten auffangen sollten.

Auch Einsparmaßnahmen im Bereich der Stahlkonstruktion und der Belüftung wurden an anderer Stelle aufgezehrt.“ Sie bedauert diese Entwicklung, verteidigt sie jedoch: „In Zeiten knapper öffentlicher Mittel ist jede Kostensteigerung mehr als ärgerlich. Die Mehrkosten sind jedoch unabweisbar und waren gerade im Bereich der Schadstoffbelastung auch unvorhersehbar.“

Die Stadtverordnetenversammlung muss der Kostensteigerung noch zustimmen.

(sma)

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare