Kita „Kunterbunt“: 4,5 Millionen Euro nicht zu halten

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In der aktuellen Kita-Debatte geht der Kindergarten in Langstadt etwas unter. Aber auch dort muss saniert werden.

Babenhausen (st) - Der Neubau der Kindertagesstätte „Kunterbunt“ wird teurer: Nach einer Kostenberechnung betragen die Bruttobaukosten nun 5,2 Millionen Euro.

Darin sind Grundstücksankäufe, Mehrwertsteuer und Architektenleistungen ebenso enthalten wie die Innenausstattung und die Gestaltung der Außengelände. Die 4,5 Millionen Euro, die noch im Dezember 2011 bislang im Raum standen, sind nicht zu halten, weil die alte Bausubstanz des bestehenden Kindergartens nicht in die Erweiterung integriert werden kann und abgerissen werden muss. Wie es in der Darstellung heißt, wurde eine Erweiterung des aus den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts stammenden Gebäudes untersucht, erwies sich jedoch wegen der ebenfalls erforderlichen energetischen Sanierung des Bestandsbaus als zu kostspielig. Wie mehrfach berichtet, halten CDU und Grüne den Standort für falsch und wollten in der Heinrich-Heine-Straße neu bauen lassen. Die „Allianz“ hatte den Beschluss aufgehoben.

In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten wird der Kita-Neubau, der schon mehrfach für emotionale Diskussionen gesorgt hatte, einmal mehr Thema sein.

Bau für Kinderkrippe reicht nicht aus

Da das Areal mit 100 Plätzen und einem weiteren Bau für eine Kinderkrippe mit 30 Plätzen nicht ausreicht, wurden im Mai 2011 weitere Flächen hinter dem bestehenden Kindergarten entlang der Stadtmauer zugekauft. Das gesamte Grundstück umfasst nun 3440 Quadratmeter Fläche und wird zwei Zugangswege haben: Vom Westring aus kommen die Eltern mit ihren Kindergartenkindern in das Gebäude. Die Eltern der Krippenkinder gelangen aus der Amtsgasse in die Räumlichkeiten. Mit den beiden unterschiedlichen Zugängen wird ein Engpass zu den Abholzeiten vermieden.

Aus dem Blick gerät derweil die Modernisierung und Erweiterung des Langstädter Kindergartens Regenbogenland. Hierfür werden noch in diesem Jahr die Weichen gestellt, heißt es aus dem Rathaus.

Die gesetzlich geforderte Betreuung von Krippekindern

Die gesetzlich geforderte Betreuung von Krippekindern, die von der Stadtverordnetenversammlung für alle Kindergärten beschlossenen erweiterten Öffnungszeiten und ein entsprechend größerer Personaleinsatz erfordern zusätzliche Räume und erhebliche Umbauten. Zusammen mit Erzieherinnen, Eltern, ASB und Fachbehörden will die Stadt ein praktikables Raum-Konzept entwickeln, das als Grundlage für die Ausschreibung der Planungsleistungen zum Ende des Jahres dient. Insgesamt ist eine Million Euro als Kostenrahmen vorgesehen.

Wegen der rückläufigen Kinderzahlen in Langstadt reiche das bestehende Platzangebot im „Regenbogenland“ für die über Dreijährigen bis zur Fertigstellung der Baumaßnahme aus, meint Bürgermeisterin Gabi Coutandin. Sie regt an, im Rahmen der Konzepterstellung Kooperationen und Synergieeffekte mit der Grundschule zu überprüfen, zum Beispiel für das Angebot des Mittagessens.

Auf die Forderung der Eltern nach einer Erhöhung der Einfriedung am Kindergarten hat der Magistrat eine „einfache und schnelle Lösung im Visier, die derzeit vom Eigenbetrieb untersucht wird“.

Quelle: op-online.de

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