Witterung, Wasser und Chemikalien haben Bauwerk zugesetzt

Kläranlage wird jetzt wieder flott gemacht

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Lose Teile werden entfernt, Risse freigelegt und nach der Dokumentation behebt eine Firma die Schäden.

Babenhausen - Die Kläranlage ist Wind und Wetter ausgesetzt, Millionen Kubikmeter Wasser fließen hindurch. Die Folge: deutliche Gebrauchsspuren und hier und da Schäden sind auszumachen. Derzeit wird an dem in die Jahre gekommenen Bauwerk kräftig ausgebessert und saniert.

Seit 1986 gibt es an der Kläranlage ein Zwischenklärbecken, Tropfkörper sowie Nachklärbecken. Im Laufe der letzten Jahrzehnte wurden rund 25 Millionen Kubikmeter Abwasser gereinigt. Chemische, physikalische und biologische Inhaltsstoffe im Abwasser sorgen für eine dauerhaft hohe Beanspruchung der Becken; hinzu kommen die täglichen Witterungseinflüsse. Die Sanierung der Betonkonstruktion der Zwischen- und Nachklärbecken ist nun zwingend erforderlich, wie es aus dem Rathaus dazu heißt.

Im ersten Arbeitsschritt werden die verwitterten Betonflächen mit einem Sandstrahlgerät bearbeitet, um lose Teile zu entfernen, Risse freizulegen und gegebenenfalls tiefer gehende Schäden sichtbar zu machen. Danach dokumentiert und inspiziert eine Fachfirma alle substanziellen Schäden. Die weiteren Arbeitsschritte sehen vor, die Risse zu verpressen, freigelegte Armierungseisen mit Korrosionsschutz zu behandeln und eine erste Ausgleichsschicht Mörtel aufzutragen.

Als letzter Arbeitsschritt wird ein Spezialmörtel für abwassertechnische Anlagenteile in zwei Schritten aufgetragen. Nach Abschluss dieser Arbeiten überprüft die Endabnahme unter anderem die Betonbeständigkeit. Werden keine Mängel festgestellt, sind die Becken für die nächsten Jahrzehnte und weitere Millionen Kubikmeter Abwasser gerüstet.

st

Quelle: op-online.de

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