Es geht weiter aufwärts

Kleine, aber kontinuierliche Schritte beim Tennisclub

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Babenhausen - Der TC Babenhausen war Gastgeber der Jugend-Kreismeisterschaften im Tennis. Aus dem einstigen Großereignis ist dabei inzwischen eine überschaubare Veranstaltung geworden. Von Jens Dörr 

Langsam, aber mit positiver Tendenz, setzt der TCB unterdessen seine Konsolidierung fort – und feiert 60-jähriges Vereinsbestehen. Die internen Querelen beim Tennisclub Babenhausen (TCB) gehören der Vergangenheit an. Bis Anfang des vergangenen Jahrs hatten diese dem idyllisch am Ortseingang von Harreshausen angesiedelten Verein zugesetzt und mehrere personelle Wechsel im Vorstand sowie einige Austritte zur Folge gehabt. Seit der Saison 2017 berappelt sich der TCB nach und nach. „Im vergangenen Jahr kamen 15 Kinder und Erwachsene hinzu“, sagt Jugendwartin Kerstin Hirtz, die auch schon zu „alten“ Zeiten in den Vorstand involviert war. Abgänge habe man kaum noch verzeichnet. Mittlerweile ist der Verein wieder über die Marke von 150 Mitgliedern – die meisten davon aktive – geklettert.

Was allerdings nur durch eine Politik der kleinen, kontinuierlichen Schritte möglich sei. Einfach auf tennisinteressiertes Publikum zu warten, das von allein aufs TCB-Gelände komme, reiche definitiv nicht aus. „Man muss immer irgendwas tun, Präsenz ist das Wichtigste“, ist sich Hirtz sicher. Gerade den Nachwuchs könne man so für den Rückschlagsport mit dem gelben Filzball begeistern. Der „Talentino“-Tag, das Schnupperangebot in Babenhausens Grundschule oder der Stand am Ostermarkt seien Wege zu mehr Aufmerksamkeit – mal mit größerem, mal mit bescheidenerem Erfolg. Das Tennis schon in den Kindergärten näher zu bringen, sei derweil „immer ein bisschen schwierig“, hat Hirtz festgestellt. Dabei mache es zumindest für die Kids im letzten Kindergarten-Jahr durchaus Sinn, sich an diesen Sport erstmals heranzutasten um die eigenen Interessen und Neigungen herauszufinden. Beim TCB ist rund die Hälfte der Mitglieder minderjährig.

Für alle unter 18 Jahren waren – aufgeteilt in verschiedene Wettbewerbe – auch die Kreismeisterschaften gedacht. Die sollten ursprünglich einige Tage länger dauern, wurden jedoch eingestampft. „Als wir die Kreismeisterschaften 2010 zuletzt ausgerichtet hatten, gab es 200 Anmeldungen“, blickt Hirtz zurück: „Diesmal waren es 34.“ Fünf der Jugendlichen – Nicolas Kühn, Annie Sander, Olivia Sack, Julia Sack und Maria Kurz – stammten dabei aus den eigenen Reihen. Gründe für den extremen Schwund: „Früher gab es bei den Kreismeisterschaften noch Ranglisten-Punkte. Heute sind die Kreismeisterschaften zudem auch kein Qualifikationsturnier für die Bezirksmeisterschaften mehr.“

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Positiv in Zeiten der sportlichen und vereinspolitischen Konsolidierung ist beim TC Babenhausen währenddem eine andere, vereinsinterne Entwicklung: Im vergangenen Jahr brachte der TCB im Nachwuchs lediglich eine gemischte U18-Mannschaft auf den Platz. In dieser Saison schickt der Verein wieder U14-Junioren sowie U18-Juniorinnen ins Rennen. Und setzt neben all diesen kleinen Zeichen weiter auf seinen größten Trumpf: das malerisch gelegene und angelegte Vereinsgelände mit seinen sieben Plätzen auf rotem Sand. „Die Anlage gefällt eigentlich jedem, der mal hier war“, hat Kerstin Hirtz beobachtet. Und schon bald soll auch die etwas vernachlässigte Homepage www.tc-babenhausen.de wieder aktueller werden.

Quelle: op-online.de

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