Mindestens 20 Grad sollen erreicht werden

Knackpunkt: Wassertemperatur im Freibad

Babenhausen - Warmes Wasser oder nicht? Ob die Becken im Babenhäuser Freibad beheizt werden, darüber wurde jetzt auch im Sozialausschuss gesprochen.

Dirk Weißner, Vorsitzender des Fördervereins Freibad Babenhausen (FvFB), spricht von einer „Welle der Solidarität“, die das Ringen um den Erhalt der 1941 eröffneten Freizeiteinrichtung ausgelöst habe. Es gebe „ein Freibad-Wir-Gefühl“. Am Ostermarkt warb der Förderverein um weitere Mitstreiter. Inzwischen sind sie 211 Mitglieder. Des Weiteren wurde bereits jetzt, vor der offiziellen Eröffnung des Schwimmbads am 1. Mai, 68 Dauerkarten verkauft.

Der Knackpunkt beim Besuch des Babenhäuser Freibads sei jedoch die Wassertemperatur, so Dirk Weißner als Gast im Sozialausschuss. Um das Wasser in den Becken auf mindestens 20 bis 23 Grad anzuheizen, werden etwa 20 bis 25.000 Euro für die Badesaison 2017 benötigt. Der Förderverein hat Sponsoren angeworben, die sich finanziell einbringen möchten. Auch die Verpachtung von Werbeflächen könnte einen fünfstelligen Betrag einbringen.

Aus der Politik, die den Sparkurs im Freibad anordnete (in 2017 soll das Defizit von 650.000 Euro um 50.000 reduziert werden. Die Hälfte der Summe wird durch das Abschalten der Heizung erzielt) gab es nun ebenfalls eine Finanzspritze. Auf Antrag der CDU sollen 10 000 Euro zur Anwärmung des Schwimmwassers beigesteuert werden. „Die Wassertemperatur ist das A und O für den Besuch des Freibads“, unterstützte Simone Kirchschlager (SPD) den Antrag der Union, auch Grüne, FDP und Freie Wähler (FWB) stimmten mit. Mit Blick auf die schwierige finanzielle Situation der Stadt lieferte die CDU auch einen Vorschlag zur Gegenfinanzierung, die aus den Mehreinnahmen der um 33 Prozent verteuerten Eintrittspreise geschöpft werden soll

Die 25 Badeseen und Freibäder in der Region

Knapp 100.000 Euro wurden in den vergangenen Badesaisons eingenommen, sodass man für 2017 vorsichtig 115 000 Euro prognostizieren kann. „Die Leute sind solidarisch, niemand sprach die höheren Eintrittspreise an“, schilderte Monika Heinlein (CDU), Mitglied im Förderverein, ihre Eindrücke vom Ostermarkt. „Die Leute sind einfach froh, dass das Bad aufbleibt.“ Auch die Pläne des neuen Kioskbetreibers, (Kindergeburtstage, Events, attraktive Gastronomie) passen in das Bild der Erfolgswelle.

An der ursprünglichen Absicht der CDU/FWB-Mehrheit, im Bad rund 150 000 Euro einzusparen, rührt derzeit niemand. Für diese Saison ging die Politik den Kompromiss ein, die Sparbemühungen im großen Zuschussbetrieb Freibad auf 50.000 Euro festzusetzen. J ula

Quelle: op-online.de

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