Kommando: Männer, stellt de Maibaum uff!

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Mit vereinten Kräften wurde das Prachtstück in die Höhe gehievt.

Harreshausen - (mew) „Männer, stellt de Maibaum uff!“ Auch dieses Jahr war das wohl bekannte Kommando auf dem Oberwölzer Platz zu hören. Die Sonne schien, und die Freiwillige Feuerwehr ging zum mittlerweile 13. Mal in Folge zu Werke.

Viele Menschen tummelten sich schon vor offiziellem Beginn um 17 Uhr zwischen Festzelt, Bierzapfanlage und Imbissstand. Kinder rannten ausgelassen über den Platz, Erwachsene unterhielten sich oder schlenderten durch die Menge. Robin, Tom und Constantin, stolze Mitglieder der Wuselwehr, freuten sich auf ihren Einsatz. „Wir dürfen den Maibaum mittragen!“, berichteten sie strahlend.

Nicht nur der Maibaum war in diesem Jahr anders, wie sich später herausstellen sollte, auch im gastronomischen Bereich gab es Änderungen.

„Nach langem Überlegen haben wir ein Glaspfand eingeführt, da es in den vergangenen Jahren immer stärker zu mutwilliger Zerstörung der Gläser und Flaschen gekommen ist. Außerdem wollen wir durch Verkauf von Spirituosen zu höheren Preisen und verschärfte Kontrollen aktiv dem Komasaufen entgegenwirken“, erklärte Erhard Kattner, Schriftführer der Feuerwehr.

Wie auch Vorsitzender Ulrich Hartmann zeigte sich Kattner zuversichtlich im Hinblick auf den reibungslosen Ablauf des Maibaumstellens: „Letztes Jahr hat es trotz anfänglichem Regen schließlich auch geklappt!“

Mehr als ein Dutzend Männer trugen das Prachtstück, mit einer Länge von 14 Metern einer der größten der Harreshäuser Geschichte. Alle Vereine hatten ihre Schilder neu gestaltet, die nun am Baum prangten. Zunächst hielt Ulrich Hartmann seine traditionelle Rede, die er jedes Jahr aufs Neue spontan, manchmal noch abends im Bierzelt schreibt. Er stellte fest: „Mer hawwe an de Farb gespart un de Maibaum naturbelasse.“ Einen bestimmten Grund dafür gab es nicht. Es sollte eine Abwechslung zum gewohnten hessischen Rot-Weiß sein.

Nachdem der Vorsitzende geendet hatte, begannen die Feuerwehrleute mit lautem „Hau-Ruck“ aus der Menge den Baum aufzurichten. Als er kurzzeitig in Schieflage geriet, packte ein beherzter Feuerwehrmann kurzerhand mit an und rettete so geschickt die Situation. Gut zehn Minuten später applaudierten die Zuschauer, deren Anfeuerungsrufe bis jetzt angedauert hatten. Die Feuerwehr hatte es wieder geschafft - der Maibaum stand. Jetzt konnte er „gegossen werden“.

Quelle: op-online.de

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