Heilige Kommunion am Weißen Sonntag

Die Taufe wird erneuert

+
Am Wochenende empfingen 30 junge Babenhäuser Christen in St. Josef ihre Erstkommunion.

Babenhausen - „Bitte machen Sie ihr Handy aus. Gott erreicht uns auch ohne“, stand auf der Kirchentür von St. Josef am Wochenende geschrieben. Von Michael Just 

Rund ein halbes Jahr haben sich die 30 Babenhäuser Kommunionkinder auf diesen großen Tag vorbereitet, nun sollte bei ihrem ersten Abendmahl nichts stören.

„Dieses Jahr haben wir einen besonders starken Jahrgang“, berichtete Gemeindereferentin Claudia Czernek und verwies dabei auf das letzte Jahr, als 19 Kinder dieses bedeutende Sakrament in der katholischen Kirche empfingen. Aufgrund des großen Jahrgangs waren 14 Kinder bereits am Samstag zur Eucharistie aufgerufen, die restlichen 16 dann am Sonntag. Die Vorbereitungszeit, und damit die Kommunionsstunden, übernahmen mit Rita Basso, Daniela Kowalke, Alexandra Scinardo und Hildegard Mainka größtenteils Mütter.

Für ihre Mühe gab es in der Dankandacht, mit der der Weiße Sonntag am späten Nachmittag für die Kommunionkinder ausklang, einen großen Applaus und für jeden ein Präsent. Ein Geschenk erhielten von der katholischen Gemeinde auch die Kommunionkinder in Form eines kleinen Holzkreuzes, das von Pfarrer Ferdinand Winter geweiht wurde.

Die Kommunion in Babenhausen stand unter der Überschrift „Mit Jesus im Boot des Lebens“. Ausgedrückt wurde das durch ein Gemälde der Kinder, das auf dem Altar ein großes Boot mit Christus in einem festlichen Gewand zeigte. Daneben waren Fotos mit den Köpfen der Kommunionkinder zu sehen. „In einem Boot braucht es einen Kapitän. Christus will uns helfen, die Wogen und Stürme des Lebens zu überstehen“, interpretierte der Pfarrer. Zudem symbolisiere das Boot die gesamte Christenheit und deren 2000-jährige Geschichte.

Kommunionskinder und Konfirmanden 2014

Kommunionkinder und Konfirmanden des Jahres 2014

Am gestrigen Morgen feierten die jungen Babenhäuser Christen nochmal einen Dankgottesdienst. Für Juli hat die Pfarrei ein großes Abschlussgrillen für die Kommunionkinder und deren Eltern ausgerufen. Danach hoffen Claudia Czernek und Pfarrer Ferdinand Winter, dass der Kontakt zu ihren Schützlingen nicht völlig abreist. „Von vier Kindern liegt das Interesse vor, sich bei den Messdienern zu engagieren“, weiß Winter. „Das wären gerademal 13 Prozent“, rechnete der Pfarrer vor und hoffte, dass die Zahl noch ein wenig steigt. Dass das passiert, liegt seiner Meinung vor allem an den Eltern, die immer noch die wichtigste Lebensbegleitung für ihren Nachwuchs darstellen. „Sie bestimmen deren Freizeitgestaltung entscheidend mit. Auch für welche Hobbys und Aufgaben noch Platz ist“, so Winter.

Unter die Kommunion, inklusive der mehrmonatigen Vorbereitung mit den jungen Christen, zog der Pfarrer ein positives Fazit: „Die Kinder waren sehr konzentriert dabei, selbst am heutigen Sonntagabend bei der abschließenden Dankandacht waren alle anwesend. Ich würde sagen, dass sie verstanden haben, um was es bei ihrer Erstkommunion geht.“

Quelle: op-online.de

Kommentare