Von Kräutern bis zum „Gartendorf“

+
Immer ein Anziehungspunkt für Besucher: der große Rosengarten der Familie Winter am Hergershäuser Ortsrand.

Babenhausen - (st) Wie entwickeln sich Kommunen auf dem flachen Land vor dem Hintergrund zurück gehender Bevölkerung? Was muss getan werden, um Menschen und Firmen für Acker und Scholle zu begeistern? Standortmarketing tut Not.

Im Rahmen der Zukunftsinitiative Ländlicher Raum hatten sich 14 Städte und Gemeinden im Landkreis Darmstadt-Dieburg 2007 gemeinsam ein „Regionales Entwicklungskonzept“ (REK) erarbeitet. Dieses Konzept wurde im Oktober 2007 als Bewerbung für die Teilnahme an der Gemeinschaftsinitiative „Leader+“ der Europäischen Union eingereicht. Hinter dem Begriff Leader verbirgt sich die französische Abkürzung für eine Förderstrategie der EU für den ländlichen Raum.

Das hiesige Projektgebiet reicht - wie des Öfteren berichtet - östlich der Stadt Darmstadt von der Nordgrenze des Landkreises bis Mühltal und Groß-Bieberau im Süden und bis Groß-Umstadt im Osten. Im Einzelnen sind dies die Kommunen: Babenhausen, Dieburg, Eppertshausen, Groß-Bieberau, Groß-Zimmern, Groß-Umstadt, Messel, Mühltal, Münster, Otzberg, Ober-Ramstadt, Reinheim, Roßdorf und Schaafheim.

In diesem Gebiet wurden Zukunftsideen für das Regionale Entwicklungskonzept zusammengetragen

Im Januar 2008 wurde die Initiative belohnt, der ländliche Raum des Landkreises Darmstadt-Dieburg erhielt seine Anerkennung als Leader-Fördergebiet.

Durch diese Anerkennung besteht die Möglichkeit für Projekte, die dem Regionalen Entwicklungskonzept und den Leader-Kriterien entsprechen, auf Fördermittel zuzugreifen.

Ein solches Projekt stellt nun die „Route der Regionalgärten“ dar, zu der verschiedene Gartenprojekte innerhalb des Landkreises gehören: der Kräutergarten (Otzberg), Zeitengärten (Grube Messel), das Gartendorf (Hergershausen), Bauerngarten (Ober-Klingen), Waldgarten (Ober-Ramstadt) und die Erlebnisobstwiese (Groß-Umstadt/Raibach). Träger dieses Projektes ist der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald.

Hergershausen hatte sich, wie Hannes Werner-Busse vom Regionalmanagement auf Anfrage sagte, im Rahmen der Dorferneuerung sehr engagiert um die Gärten in den Hofreiten und anderen Anwesen gekümmert, zu Tagen der offenen Höfen eingeladen und öffentliche Freiflächen gestaltet. Da fiel der Name „Gartendorf“.

Beim Kelterfest in Raibach, das am 26. und 27. September stattfindet und eine Veranstaltung innerhalb der Aktion „Tag der Regionen“ ist, wird das Ergebnis der Machbarkeitsstudie der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Präsentation beginnt am Samstag (26.) um 15 Uhr im Schulhof der Alten Schule. Anschließend findet ab 16 Uhr eine Exkursion auf dem „Buschel“ statt, auf dem die Erlebnisobstwiese entstehen soll. Neben der offiziellen Vorstellung der Machbarkeitsstudie werden durch die Raibacher AG „Unser Dorf hat Zukunft“ frisch zubereitete Köstlichkeiten aus Äpfeln wie Apfelbrei und Apfelgelee sowie natürlich frisch gekelterten Most angeboten.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare