Mit Kuchen und Kürbissen

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Kinder aus dem Flötenkreis unter der Leitung von Linda Thom spielen für die Senioren.

Harreshausen - „Ich bin stolz, dass so viele trotz des schönen Wetters gekommen sind.“ Ortsvorsteherin Heidrun Koch-Vollbracht strahlt. „Die Einladungen zum Seniorennachmittag sind leider erst vor einigen Tagen rausgegangen“, gibt sie zu. Von Ellen Jöckel

Normalerweise würden 300 Senioren aus Harreshausen bereits drei Wochen vorher von der Stadt eingeladen. Nichtsdestotrotz sind am Samstagnachmittag alle 80 Plätze an herbstlich geschmückten Tischen in der Mehrzweckhalle besetzt.

Der Kuchen ist sehr gut“, meinte Gisela Kattner. Die 71-Jährige ist Mitglied im Harreshäuser Gesangverein Sängerlust und gibt zusammen mit den anderen Chormitgliedern im Laufe des Nachmittags altbekannte Lieder wie „Heimweh“ oder „Carpe diem“ zum Besten.

 „Ich habe den Eindruck, dass die Veranstaltung inzwischen auch von den jüngeren Senioren gut angenommen wurde“, sagte Reinhild Pöschl, die auch gekommen ist, um in Vertretung für Pfarrer Frank Fuchs ein paar Worte zu sagen. „Einige müssen sich regelrecht überwinden, zu einem Seniorenkaffee zu gehen“, fügt die 65-jährige Else Hartmann hinzu.

Skeptiker fühlten ich zu jung für die Veranstaltung

Die Skeptiker unter ihnen fühlten sich für solche Veranstaltungen noch zu jung. Doch mittlerweile habe sich der Nachmittag zum Treffpunkt der älteren Generationen von Harreshausen gemausert. Traditionell stellt er den Auftakt zu einer Reihe von Seniorennachmittagen in den Stadtteilen dar.

Bei der Begrüßung hieß Koch-Vollbracht auch die Ehrengäste Bürgermeisterin Gabi Coutandin, Stadtverordnetenvorsteher Rüdiger Manowski und Stadtrat Ernst-Johann Schnatze aus Harreshausen willkommen.

Dann waren die jungen Generationen aus Harreshausen an der Reihe: Kinder zwischen sieben und neun Jahren aus dem Flötenkreis unter der Leitung von Linda Thom. Einen Solopart hatte die elfjährige Elena Thom. Unterstützt von ihrem Lehrer spielte sie auf ihrer Klarinette. Dabei merkte man ihr es nicht an, dass sie erst vor einem Jahr damit angefangen hat.

Lampion-Blumen

Zwischen den Darbietungen unterhielt der Dirigent des Gesangvereins, Peter Wilhelm, mit seiner Zither die Gäste. Ein besonderes Schmankerl hielt Heidrun Koch-Vollbracht dann noch bereit: ein Film über Harreshausen, den sie zusammen mit Harald Weidler gemacht hat. Die engagierte Ortsvorsteherin hat sich auch um die Dekoration gekümmert: „Weil unser Budget so knapp war, haben wir Lampionblumen oder Kastanien gesammelt und damit die Tische geschmückt“, erzählte sie.

Der Harreshäuser Landwirt Manfred Horn stelle jedes Jahr kleine Strohballen bereit, die dann mit Kürbissen dekoriert die Mehrzweckhalle herbstlich aufpeppen. Die kleinen Strohwürfel würden jedes Jahr wiederverwendet. „Inzwischen gibt es solche ja gar nicht mehr auf den Feldern“, berichtete Koch-Vollbracht.

Jeder aus dem Ort trage etwas dazu bei, dass es ein schöner Nachmittag für die Senioren werde. Für einen reibungslosen Ablauf in der Küche sorgten die Muttis der „Wuselfeuerwehr“, dem Nachwuchs der Feuerwehr.

Quelle: op-online.de

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