Babenhausen

Künftig Ökostation an der Gersprenz

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An der Gersprenz in Babenhausen soll künftig eine Ökostation entstehen.

Babenhausen - (thh) Wie sich der Einzugsbereich der Gersprenz auf den Klimawandel in den kommenden Jahren einstellen kann, war in dieser Woche das Thema der Auftaktveranstaltung „Angepasst im Klimawandel“.

Dazu hatten sich neben dem Wasserverband Gersprenzgebiet, der LAG Standortmarketing Darmstadt-Dieburg auch Babenhausen und Roßdorf sowie Kreisbeigeordneter Christel Fleischmann getroffen. Mit dem Projekt „Gersprenz-Einzugsgebiet“ war die gemeinsame Initiative zuvor des Kreises und der beiden Kommunen bereits als Sieger aus dem Wettbewerb „Angepasst im Klimawandel - Pilotraum gesucht“ hervorgegangen, der mit 50 000 Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung dotiert war. Das Geld soll nun in öffentlichkeitswirksame Maßnahmen fließen, wobei die Entwicklung und Umsetzung des Konzepts vom Fachgebiet Umwelt- und Raumplanung der TU-Darmstadt begleitet werden.

Allerdings gibt es das Geld vom Ministerium nicht einfach so: Zunächst müssen konkrete Projekte zur Verwendung der Fördergelder präsentiert werden. Diese wollen Kreis, Wasserverband und die beiden Kommunen nun gemeinsam erarbeiten. So wurden bei der Auftaktveranstaltung zwei Vorhaben präsentiert, die nun ausgearbeitet werden sollen.

Eines der geplanten Teilprojekte ist die Renaturierung des Erbsenbaches auf dem Gebiet der Gemeinde Roßdorf, die neben dem ökologischen Faktor auch dem Naherholungswert für die Bürger zugute kommen soll.

Ebenfalls den Bürgern zugute kommen soll das zweite Teilprojekt auf Babenhausener Gemarkung gehen. Hier plant die Arbeitsgemeinschaft Stadtmarketing die Einrichtung einer so genannten Ökostation. Geplant sei dabei ein Haus, in dem Besucher die Möglichkeit haben, sich vor Ort anschaulich über die Zusammenhänge des Klimawandels und seiner direkten Auswirkungen auf die Region zu informieren, wie Wilfried Müller von der Arbeitsgemeinschaft Stadtmarketing erläutert. „Im Moment schauen wir, welche Möglichkeiten es vor Ort bereits gibt und was noch geschaffen werden muss“, sagt der Babenhäuser. Zudem klopfe man derzeit auch das Interesse der Babenhäuser Schulen ab, die künftig in das Projekt eingebunden werden sollen. Einmal um die Schüler bei Exkursionen zur geplanten Ökostation über den Klimawandel zu informieren, zum anderen um sie an deren Aufbau zu beteiligen. Auch für die Stadt spielt der Nachwuchs die zentrale Rolle bei der Planung des Projekts. „Wir wollen mit der Ökostation ein Bewusstsein für den Klimawandel schaffen und dabei vor allem die jüngeren mit einbeziehen. Denn sie sind es, die die Auswirkungen des Wandels merken“, sagt Sylvia Kloetzel vom Stadtmarketing. Der Vorteil des Babenhäuser Projekts liege dabei in seinem örtlichen Rahmen. „Das Kyoto-Protokoll ist für viele ganz weit weg, aber dieses Projekt ist hautnah hier vor Ort“, ist sie sich sicher.

Quelle: op-online.de

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