Kulturtage

Kunst als ein „Lebensmittel“

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Mit ihrer improvisierten Performance zwischen den Kunstwerken integrierte die „Akzeptanz“ des Turnvereins Babenhausen auch die Besucher und Künstler.

Babenhausen - Der Ausklang des ersten Teils der Kunst- und Kulturtage der Stadt hätte schöner nicht sein können. Von Petra Grimm

Der kleine Saal der Stadthalle war am Samstagabend prall gefüllt, als die Sängerin Katja Boost, die von Gerda Stockinger am Klavier begleitet wurde, und der Rezitator Uwe Friedrich ihr stimmungsvolles Programm „von der Liebe“ präsentierten.

Vor allem Lieder von Brahms, aber auch Schumann und als Zugabe Schubert erfüllten den Raum. Die gut 120 Zuhörer ließen sich von der wunderbaren Stimme der Altistin verzaubern und von Uwe Friedrich, der unter anderem Gedichte von Eduard Mörike, Heinrich Heine, Johann Wolfgang von Goethe und Erich Fried vortrug, in die Welt der Poesie entführen.

Zwei Tage präsentierten über 30 Kunst- und Kulturschaffende aus Babenhausen und der näheren Umgebung Musik, Malerei, Fotografien, einen Kunstfilm, Textilkunst, Skulpturen, Schauspiel, Dichtkunst, Tanz und noch mehr.

Kulturtage in Babenhausen

Zwei Tage präsentierten über 30 Kunst- und Kulturschaffende aus Babenhausen und der näheren Umgebung Musik, Malerei, Fotografien, einen Kunstfilm, Textilkunst, Skulpturen, Schauspiel, Dichtkunst, Tanz und noch mehr.

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Zum dritten Mal hatte der Runde Tisch der Künstler gemeinsam mit dem Fachbereich Standortentwicklung und E-Government unter der Leitung von Sylvia Kloetzel am Wochenende diese beeindruckende Großveranstaltung der Kreativen auf die Beine gestellt. „Und es ist nur ein Ausschnitt, denn es gibt in Babenhausen noch mehr Maler, Chöre und Kunstschaffende“, betonte das Multitalent Franziska Bareins bei der Eröffnung. Die Schauspielerin war wieder gekonnt als Moderatorin und Puppenspielerin im Einsatz. Im Vorfeld sei „hart um Einigkeit gerungen worden. Es hat auch Streit gegeben“, sagte Bareins. Dass diese Auseinandersetzung unter den Beteiligten ein konstruktiver Prozess war, wurde am gelungenen Ergebnis deutlich.

Unter dem Leitthema „Begegnungen“ war eine beachtliche Vielfalt auf hohem Niveau geboten. „Kunst und Kultur sind ein Standortfaktor und Lebensmittel. Denn es ist auch wichtig, Lust zu haben, hier zu wohnen“, sagte die Erste Kreisbeigeordnete Rosemarie Lück. „Die Kunst- und Kulturtage inspirieren unsere Seele und stoßen uns an unsere Grenzen“, sagte Bürgermeisterin Gabi Coutandin, die den Gästen „Neugier, Offenheit und erfolgreiche Begegnungen wünschte“.

Bilder der Kulturtage in Babenhausen

Kunst- und Kulturtage

Die Besucher hatten sowohl die Möglichkeit, etablierten, vielfach ausgezeichneten Künstlern und ihren Werken zu begegnen, aber auch Jungen mit so genanntem Migrationshintergrund, die gemeinsam mit der Kinder- und Jugendförderung und dem Schauspieler Jan Bareins einen Kunstfilm gegen Vorurteile und Ausgrenzung produziert haben (Bericht folgt). Barockmusik und A-Capella-Gesang erklangen ebenso wie die Stimmen der Kinder des neuen Babenhäuser Kinderchores „KIBA“.

Große und kleine Gäste beteiligten sich trommelnd oder schauspielernd an Workshops. Im Foyer lud die Münsterer Bühnenmalerin Kristin Bauer die Gäste ein, den Pinsel selbst in die Hand zu nehmen. Für Aufsehen sorgte der Auftritt der „Akzeptanz“ des TVB. Die 28 Tänzerinnen aller Generationen überraschten mit ihrer improvisierten Performance zwischen den Kunstwerken im großen Saal und integrierten auch die Besucher und Künstler. Für das Catering sorgte der TVB, und Irmtraud Schöpp, Sandra Gökce und Nicole Reuling vom i-Punkt-Team der Stadt waren als gute Geister an unzähligen Stellen „hinter den Kulissen“ im Einsatz.

Quelle: op-online.de

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