Lob für „Mister Germania“

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Landrat Klaus Peter Schellhaas überreichte „Mister Germania“ Hans-Jürgen Hennigs den Ehrenbrief des Landes Hessen. Seine Ehefrau Tihana Hennigs wurde in die Ehrung einbezogen.

Babenhausen (pg) - Als siebenjähriger Bub hat er mit dem Fußballspielen beim SV „Germania“ begonnen, alle Jugendmannschaften durchlaufen und sogar während seiner Bundeswehrzeit dem Verein als aktiver Spieler die Treue gehalten.

Er engagierte sich als Trainer und in zahlreichen anderen Ehrenämtern für „seinen“ Verein. Aus den Händen von Landrat Klaus Peter Schellhaas erhielt „Mister Germania“ Hans-Jürgen Hennigs während der akademischen Feier zum 100-jährigen Bestehen des Sportvereins den Ehrenbrief des Landes Hessen. Er habe ein Leben für den Fußball geführt und den Verein 60 Jahre lang geprägt, sagte Schellhaas, der Tihana Posavec-Hennigs, die Ehefrau des 71-jährigen gebürtigen Babenhäusers in die Ehrung einbezog. Sie toleriert das Engagement ihres Ehemannes nicht nur, sondern ist selbst als erste Rechnerin im Vorstand aktiv.

„Nur Vorbilder erhalten diese Ehrung“, sagte Bürgermeisterin Gabi Coutandin. Von Hennigs´ guten Ideen, seinem zähen am Ballbleiben, seiner Durchsetzungsfähigkeit und Begeisterung zehre der Verein und die ganze Stadt, sagte sie: „Sie haben Zeit ihres Lebens mehr getan als ihre Pflicht in der Menschenführung und organisatorischen Weiterentwicklung des Vereins. Sie haben der Germania von heute ihr Gesicht gegeben.“

 Viele Verdienste um den Sportverein

Die Liste der ehrenamtlichen Funktionen und Auszeichnungen Hennigs ist umfangreich. So war er von 1973 bis 2004 als Schiedsrichter im Einsatz, war mehrmals erster Vorsitzender und langjähriger Spielausschussvorsitzender. Bis heute ist er Geschäftsführer des Vereins.

Seit vielen Jahren engagiert sich der selbstständige Kaufmann, der zum Ehrenvorsitzenden der Germania ernannt wurde, auch als großzügiger Sponsor. Neben zahlreichen Auszeichnungen des Vereins erhielt er vom Hessischen Fußballverband bereits 1982 die Ehrennadel in Bronze und 1988 eine Ehrenurkunde für 15 Jahre Schiedsrichtertätigkeit.

„Nicht nur ich habe dem Verein etwas gegeben. Der Verein hat mich in schweren Zeiten aufgefangen“, sagte Hans-Jürgen Hennigs bei der Verleihung am Sonntag. „Als ich 14 Jahre alt war, ist meine Mutter gestorben. Die Germania ist damals mein zweites Zuhause geworden“, erklärte er im Gespräch. Die Gemeinschaft in seiner Fußballmannschaft und dem Verein sei ihm nach diesem Schicksalsschlag eine große Stütze gewesen. Das habe er bis heute nicht vergessen und dem Verein deshalb immer etwas zurückgeben wollen.

Quelle: op-online.de

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