Lange Kerle in der Sporthalle

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Basketballfieber in der Schulsporthalle: Die Klasse 7/5 der Joachim-Schumann-Schule trainierte mit den Deutsche Bank Skyliners.

Babenhausen ‐ Ein flotter Ballsport macht Schule. Ein Team der Deutsche Bank Skyliners gastierte in Babenhausen. Statt des üblichen Schulsports stand für die Klasse 7/5 der Joachim-Schumann Schule eine Unterrichtseinheit mit den Basketballbundesligisten in der Schulsporthalle auf dem Programm. Von Ursula Friedrich

29 Kinder ließen sich begeistert von Basketballtrainer Harald Roth zum Mitmachen motivieren. Nachdem dieser vor einigen Monaten bereits Babenhäuser Grundschüler für seinen Sport begeisterte, wurden nun die Älteren „fit“ gemacht. Im Fan-T-Shirt der langen Frankfurter Kerle trainierten die Jugendlichen zunächst Grundtechniken, dann ging es an die Feinheiten. „Spider die Spinne“ sei besonders beliebt, so die Skyliner-Crew. Wenn die Hände um den Körper herumwandern, den Ball dabei stetig prellend, biete dies ein imposantes Bild.

Alexis Buhler, Sportlehrerin an der Gesamtschule, war diesmal nur Zaungast. Sie hatte die sportlichen Kontakte jedoch erst ermöglicht. „In diesem Jahrgang steht Basketball auf dem Lehrplan“, so die junge Frau, warum also nicht ein ordentliches Appetithäppchen servieren, um die Begeisterung ihrer Schüler zu wecken? Die offensive (und kostenlose) Philosophie der Frankfurter Basketballer macht es möglich. Via Internet können sich Vereine und Schulen um einen Besuch der Skyliners bewerben. „Wir leben von den Vereinen in der Region, wo junge Talente heranreifen“, so die Maxime der Frankfurter Bundesligisten, die daher gerne die Werbetrommel rühren.

Lehrerin ist fast ein bisschen neidisch

Auch die eigene Crew wird geschult, nämlich im pädagogischen Umgang mit dem Nachwuchs. Spieler Amil Klisura, aktiv in der zweiten Bundesliga, trainiert bereits eine eigene Schüler-AG. Nebenbei gibt es ein kleines Zusatzeinkommen für den BWL-Studenten.

Das Basketballtraining mit den Profis hat im ganzen Rhein-Main-Gebiet inzwischen eine solche Popularität, dass Bewerber aus Vereinen und Schulen ein bisschen Geduld aufbringen müssen. Drei Monate wartete die 7/5 auf ihre Trainingseinheit.

Begeistert verfolgte Alexis Buhler ihre Kids im Basketballfieber – selbst weniger talentierte Jugendliche machten ambitioniert mit. „Ich finde das so cool, als Kind hätte ich mich über so ein Angebot total gefreut“, so die Lehrerin fast ein bisschen neidisch. Wenn die acht siebten Klassen der Gesamtschule demnächst im schulinternen Basketballturnier um den Sieg eifern, muss man ihre 7/5 jedenfalls auf der Rechnung haben.

Quelle: op-online.de

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