Langer Weg bis in Freibad-Hafen

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Es gibt nur wenige Firmen, die solche Spezialtransporte realisieren können, deswegen ist man auf das beauftragte Unternehmen angewiesen.

Babenhausen ‐ „Jenny“ lässt weiter auf sich warten: Das zuständige Architekturbüro hat gestern mitgeteilt, dass sich der für Juni vorgesehene Termin verschiebt, da das beauftragte Transportunternehmen noch mit einem anderen Großauftrag beschäftigt ist. Von Niels Britsch

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Es gebe nur wenige Firmen, die solche Spezialtransporte realisieren könnten, deswegen ist man auf das beauftragte Unternehmen angewiesen. Die Überführung der schwergewichtigen Dame war für den 13. oder 20. Juni geplant, ursprünglich hieß es in einer Mitteilung der Stadt, dass ein späterer Termin wegen des Umbaus der B 26 nicht möglich sei.

Da jedoch nicht absehbar war, wie lange die Umbauarbeiten an dem Schiff dauern würden und infolgedessen auch unklar war, wie schwer „Jenny“ sein würde, konnte mit dem Transportunternehmen kein konkreter Termin vereinbart werden. Nun habe es für den Zeitraum im Juni einen anderen Auftrag bekommen, ärgert sich Architekt Andreas Friedrich Bremer.

Der Sanierung der B 26, die anfangs ein Hinderungsgrund für einen weiteren Terminaufschub war, könnte sich nun als Vorteil entpuppen: „Die Verschiebung soll so kurz wie möglich ausfallen“, versichert Bremer. „Wir verhandeln mit dem Straßenbauamt und bemühen uns darum, ob es möglich ist, den Transport während der Sanierung zu organisieren. Das ist vielleicht gar nicht schlecht, weil dann die Straße sowieso gesperrt ist.“ So müsse man die B 26 nicht eigens für den Transport sperren lassen. Dadurch könne man verhindern, dass durch die Verzögerung weitere Kosten entstehen, hofft er.

Kein Einfluss auf rechtzeitige Inbetriebnahme

Bremer wehrt sich gegen die Vorwürfe, das Schiff würde unnötig Steuergelder verschlingen. Die Unterbringung der Schwimmbadtechnik in dem Bauch von „Jenny“ sei günstiger als die Errichtung eines eigenen Gebäudes. „Die Planung ist zwar schwieriger und komplizierter, aber das Schiff ist für das Freibad auch etwas Besonderes. Für uns als Firma wäre der Bau eines Gebäudes lukrativer gewesen“, betont er.

Christian Heinemann, Leiter der städtischen Eigenbetriebe, sieht die Terminverschiebung gelassen: Zwar werde sich die Schwimmbadsanierung dadurch weiter verzögern, was aber keinen Einfluss auf die rechtzeitige Inbetriebnahme im nächsten Jahr habe.

Quelle: op-online.de

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