Abbruchgenehmingung erteilt

Tage der Sargfabrik sind gezählt

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Die Genehmigung zum Abbruch liegt vor. Auf dem Gelände in Langstadt sollen 28 Baugrundstücke entstehen. Die Firma ist zu Jahresbeginn umgezogen, dem Abbruch der Anlagen steht nichts im Wege.

Langstadt - Die Sargfabrik am nördlichen Ortsrand von Langstadt wird in Bälde Geschichte sein. Von Stefan Scharkopf 

Für das Gelände wurde zwischenzeitlich eine behördliche Abbruchgenehmigung erteilt, so dass in absehbarer Zeit mit der Realisierung des dort geplanten kleinen Wohngebiets begonnen werden kann, wie Erster Stadtrat Kurt Lambert mitteilt, der derzeit Bürgermeisterin Gabi Coutandin vertritt. Ein genauer Zeitpunkt wird aber nicht genannt.

Seit 1962 fertigt die Firma Schmitt&Deusser Särge für den gesamtdeutschen Raum. Im Januar zog das Unternehmen mit seiner gesamten Produktionsanlage in das fränkische Kleinheubach um, nur 35 Kilometer vom alten Standort in Langstadt entfernt. Vor etwas mehr als zwei Jahren hatte eine satte Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung dafür gestimmt, auf dem Gelände der Sargfabrik rund 28 Baugrundstücke auszuweisen. Hinzu kommen rund 800 Quadratmeter der Fläche für einen Bolz- und Spielplatz.

Möglichkeit für junge Familien zum Bauen

Einzig die Grünen waren dagegen, weil sie keine Notwendigkeit dafür sahen. Wie es aus dem Bauamt auf Anfrage heißt, hat sich aus städtebaulicher Sicht an den Planungen vor zwei Jahren nichts geändert.

Diskutiert wurde der Tagesordnungspunkt seinerzeit auch mit einem kleinen Baugebiet in Harreshausen. Während dort die Sachlage etwas komplizierter lag – es gab mehrere Alternativen – war die Sachlage in Langstadt eindeutiger. Die Grünen lehnen das Baugebiet auf dem Gelände der Sargfabrik zwar ab. Frank Ludwig Diehl sagte damals: „Die Zeit für große Baugebiete ist vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung vorbei.“

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Parlamentarier aller anderen Fraktionen begrüßten dagegen, dass nun auch in Langstadt junge Familien die Möglichkeit zum Bauen hätten. Die bereits existierenden Planungen für die Fabrikstraße und „Links des Sickenhöfer Wegs“, die früher mal als Baugebiet angedacht waren, wurden obsolet und folglich aufgehoben. Mit dem Abriss der Firmengebäude kann es nun an die Realisierung für das kleine Wohngebiet im Stadtteil gehen.

Quelle: op-online.de

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