In Langstadt Ende absehbar

Babenhausen ‐ In Langstadt ist die Bahn flott unterwegs, zumindest was die Sanierung des Bahnsteigs betrifft, in der Kernstadt lässt die Modernisierung weiter auf sich warten. Von Stefan Scharkopf

Die DB Station & Service AG kommt in Zusammenarbeit mit der DB Projektbau und den beauftragten Firmen in Langstadt zügig voran. Die Inbetriebnahme kann vermutlich noch in diesem Monat erfolgen.

Die Maßnahme gehört zur Modernisierung der Odenwaldbahn-Haltepunkte und beinhaltet zum Beispiel den Neubau des Bahnsteigs einschließlich des Einbaus einer taktilen Leiteinrichtung für Blinde und Sehbehinderte und der erforderlichen Geländer. Der Neubau einer Rampenanlage erleichtert den Zugang für Behinderte auf den Bahnsteig. Ein Wetterschutzhaus kommt hinzu, Beleuchtungsanlage sowie die Beschallung werden verbessert. Der Fahrscheinautomat kommt an einen anderen Platz. Im Anschluss sind noch Arbeiten im Gleisbereich und Restarbeiten an der Bahnsteigausstattung sowie Baustelleneinrichtungsfläche zu erwarten.

Die Stadtverordneten hatten im vergangenen Jahr der finanziellen Beteiligung der Stadt Babenhausen am Projekt in Höhe von 170.000 Euro zugestimmt.

Im Schneckentempo geht es dagegen beim Bahnhof in der Kernstadt voran. Jedes Mal aufs Neue ist der Zustand des Bahnhofs Babenhausen ein Ärgernis, und seit längerem führen Stadtverwaltung und Deutsche Bahn intensive Verhandlungen über Rahmenbedingungen und Finanzierung der seit langem versprochenen Modernisierung des Bahnhofs.

Nach Angaben der DB Station & Service AG rückt die Aktualisierung des Entwurfs des Finanzierungsvertrages zur barrierefreien Umgestaltung des Bahnhofes Babenhausen in greifbare Nähe: Der Abschluss der Verhandlungen zur Rahmenvereinbarung zwischen Land Hessen, der Deutschen Bahn, dem RMV und anderen Verkehrsverbünden wurde für diesen Oktober angekündigt. Diese dann hessenweit gültige Regelung ist Voraussetzung für den Finanzierungsvertrag in Babenhausen. „Wir warten täglich darauf“, heißt es aus der Bauverwaltung. Der Finanzierungsvertrag regelt unter anderem, wer welche Planungs- und Bauleistungen bezahlt. Der Abschluss dieses Vertrages ist Grundlage für die Erledigung der Maßnahme. Wenn der Vertragsentwurf vorliegt, wird er den städtischen Gremien zur Entscheidung vorgelegt. „Unser Ziel ist es selbstverständlich, noch in diesem Jahr den Vertrag zu unterschreiben“, so Bürgermeisterin Gabi Coutandin.

Nach derzeitigem Stand des Projektes soll mit den Arbeiten im Jahr 2011 begonnen werden – vorausgesetzt, dass auch das Eisenbahnbundesamt die Planung genehmigt hat. Gleichzeitig, so Coutandin, wird die Stadtverwaltung die Planungen zum Bahnhofsumfeld vorantreiben.

 Beim Bahnhof Hergershausen hat die DB Services Immobilien GmbH eine sogenannte „Entbehrlichkeitsprüfung“ für das Teilgrundstück am Bahnhof durchgeführt. Geklärt werden muss, welche Grundstücke die Bahn für ihr Vorhaben braucht und welche entbehrlich sind. Die Verhandlungen darüber beginnen bald.

Quelle: op-online.de

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