Kreppelsitzung der Senioren

Flying Kids sorgen für Stimmung

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Als giftgrüne Fledermäuse verkleidet begeisterten die Flying Kids des TSV Langstadt in der Stadthalle.

Babenhausen - Mit einem närrischen Programm, das viele Höhepunkte der vorausgegangenen Fastnachtssitzungen im ganzen Stadtgebiet bot, feierten 280 Senioren am Sonntagnachmittag in der Stadthalle. Von Petra Grimm 

Die Kräppelsitzung der Stadt war sehr gut besucht, der Saal mit mehrheitlich kostümierten und feierfreudigen Jecken voll besetzt. „Wir haben 60 Gäste mehr als im Vorjahr“, sagte Rüdiger Manowski, Leiter der Karnevalsabteilung des TSV Langstadt. Die Lengschder Fastnachter managten zum siebten Mal die Seniorensitzung, sorgten für den Service im Saal und den Auf- und Abbau. Musikalisch wurde das fröhliche Treiben vom singenden Landwirt Gerhard Pfeifer aus dem Odenwald begleitet. Er lieferte die Musik zu den Schunkelrunden, sorgte für Narhalla-Marsch und Tusch.

Rund 280 Senioren hatten ihren Spaß bei der Kräppelsitzung. Damit kamen 60 Gäste mehr als im Vorjahr.

Manowski hatte bei der Programmgestaltung ein glückliches Händchen bewiesen. Die Mischung aus bunten Tänzen, Stimmungsgesang und witzigen Wortbeiträgen kam gut an. Monika Geiger von der Stadtverwaltung hatte den Kartenverkauf übernommen und den Elferrat zusammengestellt. Für ihr Engagement erhielten die beiden von Sitzungspräsidentin Else Hartmann einen Orden. „Man denkt, dass es erst gestern war. Nein, nein, es war vor einem Jahr“, sagte die Sitzungspräsidentin zur Begrüßung mit Blick auf das rasant vorbei gegangene Jahr seit der letzten Sitzung. Der Elferrat, mit dem sie auf der Bühne thronte und auch gemeinsam ein Lied anstimmte, war mit närrischen Senioren aus allen Stadtteilen besetzt. Nach der Vorstellung des großen und kleinen Prinzenpaares durch Hofmarschall Roland Keil und einem schmissigen Tanz der Prinzengarde hielt Bürgermeisterin Gabi Coutandin eine kurze Ansprache und schaute auf die vergangenen fünf Jahre ihrer Amtszeit zurück. „Alleine kann man nichts vollbringen. Man braucht viele Helfer, soll´s gelingen“, sagte die Rathauschefin.

„Wir bewegen uns auf eine neue Eiszeit zu“, kündigte die Sitzungspräsidentin den Tanz der CVB-Hausfrauen an. Als Eissterne und Pinguine wirbelten die Damen gekonnt über die Bühne. Ebenfalls tanzend im Einsatz war das Langstädter Männerballett mit einer Las-Vegas-Show der besonderen Art. Tolle Kostüme und Masken zeigte die Ehrengarde des SKV. Die Sickenhöferinnen begeisterten als Dschungelamazonen. Die Gruppe Kult aus Langstadt hatte ihren Tanz „Rock me Amadeus“ mitgebracht. Besonders energiegeladen war die einzige Kindertanzgruppe an diesem Nachmittag. Die Flying Kids aus Langstadt flatterten als kleine, grüne Fledermäuse schwungvoll über die Bretter. Sie bauten menschliche Pyramiden und zeigten eine tolle Choreografie. Da ertönten begeisterte Zugabe-Rufe aus dem Saal.

Mit ihrem Gesang sorgten die Langstädter Disharmoniker unter der Leitung von Dieter Haag für Stimmung. Ihr Lied „Was wären die Männer ohne Weiber“ kommentierte Haag humorvoll: „Das Wort Lebensgefährte oder Lebensgefährtin kann man ja direkt von Gefahr ableiten“. Der Harpertshäuser Adam Knöpp unterhielt mit seinem Lied von der Fleischworscht. Als echtes Fastnachtstalent entpuppte sich Elisabeth Knöpp, die sich bei ihrem Vortrag auf einen kleinen Hocker stellte, um über den Rand der Bütt hinaus sehen zu können. Sie berichtete von ihren vergeblichen Diätbemühungen, bei denen ihr schon Schinken als Fata Morgana erschienen sind. „Wenn man über 60 ist, muss man sich entscheiden zwischen Falten und Pfunden“, so ihr Credo. Auch Renate Hock als „Geizkragen“ und Ralf Knöpp als „Schlagersänger“ sorgten mit ihren Vorträgen für Gelächter im Saal.

Quelle: op-online.de

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