Wunsch von Bewohner wird erfüllt

Lebensmittelmarkt für Innenstadt

Norma zieht in den leer stehenden

Babenhausen - In den leer stehenden ehemaligen Tengelmann-Markt an der Platanenallee 23 gegenüber dem Stadtpark zieht wieder Leben ein. Von Stefan Scharkopf

Die Supermarktkette hatte sämtliche Filialen in der Region Rhein-Main-Neckar geschlossen, Ende August 2010 auch den Standort in der Babenhäuser Innenstadt. Nach dem Ausverkauf war Ende – und das Gebäude steht seitdem leer. Jetzt kommt Norma.

Tengelmann war der einzige Supermarkt direkt in der Innenstadt und gut zu erreichen – auch für Bürger, die etwas älter sind, oder keine Gelegenheit haben, mit dem Auto auf die grüne Wiese zu fahren. Am Rand der Kernstadt gibt es noch den Netto-Markt an der Ecke Bouxwiller/Frankfurter Straße.

Innenstadtbewohner erleichtert

„In Zukunft wissen wir nicht, wo wir einkaufen können, das ist schon ärgerlich,“ sagte eine ältere Dame unserer Zeitung damals. Allerdings hatte sie die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass sich wieder ein Supermarkt ansiedelt. Ihr und der Wunsch vieler weitere Innenstadtbewohner wird nun erfüllt.

Wie BauunternehmerDieter Aumann, dem die Liegenschaft gehört, auf Anfrage unserer Zeitung sagte, sollen bis Ende Oktober die Arbeiten für den Einzug eines Norma-Marktes abgeschlossen sein. Auf einer reinen Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern bietet der Discounter dann seine Produkte an. Hinzu kommen im vorderen Bereich noch ein Bäcker und Metzger sowie ein kleines Café. Das ganze Projekt trägt den Arbeitstitel Q 23. Der Buchstabe steht für Quartier, die Zahl für die Hausnummer. Damit entsteht wieder ein Anziehungspunkt für die Innenstadt.

Bauernhof wird abgerissen

Wie Aumann sagte, wird ein anliegender Bauernhof abgerissen. Das freiwerdende Gelände wird zum Parkplatz. Die rund 60 Stellplätze können die Kunden von Norma und der benachbarten Volksbank gleichermaßen nutzen. Das ehemalige Tengelmann-Gebäude diente seit einiger Zeit Hobbykünstlern, die dort ihre Arbeiten ausstellten. Passanten konnten die Bilder von außen betrachten, aber zu den Kunst- und Kulturtagen war es offen.

Zur Debatte hatte auch gestanden, einen Cap-Markt in die Innenstadt zu holen. Allerdings seien die Märkte dieser Kette, mit denen man gesprochen habe, auf die Region Odenwald begrenzt, hieß es seinerzeit. In den Märkten arbeiten Menschen mit und ohne Behinderungen gemeinsam. Der Name leitet sich von Handicap (Benachteiligung) ab.

Seither gab es mehrere Gespräche mit Interessenten, die aber oft auf die zahlreichen Supermärkte auf der grünen Wiese verwiesen hatten.

Nun zieht also im Herbst wieder ein Markt in die Innenstadt.

Quelle: op-online.de

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