Leckeres aus vieler Herren Länder

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„Süßes Europa“ hieß das Projekt dieser Gruppe aus dem 6. Jahrgang, die beim Schulfest viele Leckereien bot.

Babenhausen - Europäische Lieder, Ballspiele oder auch Länderpuzzle. Es gab verschiedene Quizspiele rund um das Thema und liebevoll per Hand angefertigte Faltbücher, die sich beispielsweise Frankreich widmeten. Von Petra Grimm

Die Projektgruppe „Süßes Europa“ verkaufte selbst gebackene Muffins, Pralinen, Marmeladen und Kuchen aus verschiedenen Ländern mit den passenden Rezeptbüchern an die Besucher des Schulfestes.

„Europa“ stand im Mittelpunkt der drei Projekttage der fünften bis neunten Klassender Offenen Schule. „Über 1 000 Schüler waren an den insgesamt rund 60 Projekten beteiligt. Sie wurden innerhalb eines Jahrgangs, aber Klassen übergreifend durchgeführt“, sagte Ralf Schreindorfer, Stufenleiter 5/6. Seit etwa zehn Jahren habe es keine Projektwoche mehr gegeben. Man wolle mit dieser Themen gebundenen Woche jetzt einen Wiedereinstieg machen, erklärte der Lehrer beim Fest am Samstag, in dessen Rahmen sich verschiedene Projekte vorstellten.

Handwerkliche und künstlerische Arbeiten waren auch zu bewundern. „Wir wollten ja allen Schülern je nach ihren Neigungen und Fähigkeiten etwas anbieten“, sagte Lehrerin Andrea Grimm, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Nicole Willuweit die Projektgruppe „Europa aus Holz“ betreute. Die Fünftklässer haben unter ihrer Regie zauberhafte Mobiles aus Holz gefertigt. Da baumelten die ausgesägten und bemalten Länder gemeinsam mit ihren Sehenswürdigkeiten und Fahnen an Bäumen. Da fast alle Kinder Spanien oder Italien machen wollten, habe man die Länder dann ausgelost, sagte Nicole Willuweit. Sie belohnte die Schüler, die sich die große Türkei mit der Laubsäge vornahmen und dadurch am meisten Arbeit hatten, mit etwas Süßem. „Alle Länder haben von ihrer Größe her das richtige Verhältnis zueinander und auch die Berge und Flüsse wurden aufgemalt“, erläuterte die junge Lehrerin.

Europäisch auch die Schulmensa: Gebackener Schafskäse aus Griechenland, ungarische Gulaschsuppe, spanische Paella, Hähnchenschenkel auf Thymiankartoffeln aus Russland, Quarkknödeln aus der Schweiz, tschechischer Palatschinken mit Schokoladensoße und vieles mehr verwöhnten die Gaumen während der Projekttage und beim Schulfest. Der Renner war - nicht überraschend - Pizza. Doris Schimsheimer und ihr Team hatten allein am Montag 180 Essen auf die Tische gebracht. „Das war der Spitzentag“, sagte die Fachlehrerin, die täglich 28 Schüler an ihrer Seite hatte.

Mit einem Fußballturnier, an dem einige ihrer ehemaligen Schüler teilnahmen, wurden nach 40 Jahren Dienst die Lehrer Karl Zirps und Rainer Weber in ihren Ruhestand verabschiedet. „Die beiden waren von Anfang an dabei, denn unsere Schule gibt es 2009 seit genau 40 Jahren“, sagte Schreindorfer.

Fühlen sich die Schüler denn als Europäer und was bedeutet Europa für sie? Für den zwölfjährigen Marius, der sich im Projekt mit Alexander dem Großen beschäftigt hat, ist Europa eine gute Sache. Er fühle sich auch als Europäer, aber in erster Linie doch als Deutscher. Und seine beiden Freunde Maxi (12) und Sascha (11), die gerade an einigen Quizfragen arbeiten, stimmen zu. „Schön ist Europa, um Urlaub zu machen und seine vielen Sehenswürdigkeiten. Wir haben beim Projekt berühmte Europäer, wie Fußballer und Politiker kennen gelernt“, sagt Maxi, für den es die Projektwoche öfter geben könnte.

Quelle: op-online.de

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