Mit Löwenzahn gegen das Rheuma

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Kräuterkenner Knut Leudesdorff erklärt dem Zivildienstleistenden Maximilian Madl des Seniorenzentrums Bethesda in Harreshausen die Wirkung von Salbei, Melisse, Thymian und Bärlauch.

Harreshausen ‐ Früher wurden Frauen, die sich mit Kräuter beschäftigten, als „Kräuterweibchen“ oder Hexen bezeichnet. Heute droht bei diesem Thema niemandem mehr der Scheiterhaufen. Von Michael Just

Die Zeiten haben sich geändert, was man auch daran sieht, dass heutzutage viele Männer den Status eines Kräuterexperten innehaben. Einer davon heißt Knut Leudesdorff und lebt seit eineinhalb Jahren im Seniorenzentrum Bethesda in Harreshausen.

Jeden morgen um sieben Uhr führt der Weg des 67-Jährigen in seinen kleinen Garten, den er am Rande einer Terrasse innerhalb des Wohnheimes angelegt hat. Dort schneidet er diverse Kräuter ab, wäscht sie und hackt sie klein. Das Schälchen wandert anschließend in den Frühstücksraum, wo die Bewohner das Grün ihrem Quark beimengen. „Damit kriegen sie etwas Frisches, was viele sehr zu schätzen wissen“, sagt der Rentner.

Angefangen hat er mit diesem Hobby vor zehn bis 15 Jahren, „als langsam die Probleme des Alters kamen“. In vielen Büchern hat er gelesen und ausprobiert, was hilft und was nicht. Ziel war es, eine Linderung von seiner rheumatischen Krankheit „Morbus Bechterew“ zu erreichen. Mit Brennnesseln und Löwenzahn wurde er fündig. „Die Schmerzen gehen dadurch zwar nicht ganz weg, aber sie sind sanfter und ich habe mehr Beweglichkeit“, sagt er.

Quelle: op-online.de

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