Lückenschluss bei Langstadt und Brückensanierung  bei Eppertshausen

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Ab März beginnt die Sanierung der Brücke über die Lach bei Eppertshausen.

Babenhausen/Darmstadt-Dieburg - (st) Bei Langstadt sollen die rund 200 Meter Radweg fertiggestellt werden und ab März beginnt die Sanierung der Brücke über die Lach bei Eppertshausen.

Sechs Baumaßnahmen bei Kreisstraßen im Landkreis sollen in diesem Jahr begonnen beziehungsweise fertiggestellt werden. Dies teilte Landrat Alfred Jakoubek anlässlich der Radwege- und Straßenbaukonferenz im Landratsamt mit. Die alljährliche Veranstaltung ist inzwischen fest etabliert, bringt sie doch Vertreter des Amts für Straßen- und Verkehrswesen (ASV), der Kommunen, Behörden, Verbände sowie der Politik an einen Tisch, um die aktuelle Situation und Planungen zu besprechen.

Betroffen von den Baumaßnahmen sind auch zwei Projekt in Babenhäuser Stadtteilen. Bei Langstadt gilt es, die fehlenden rund 200 Meter Radweg Richtung Kleestadt fertig zu stellen. Der Weg verläuft parallel zur Kreisstraße 108 und soll eine Lücke von oder nach Umstadt schließen. Ab etwa März gehen Bauarbeiten auf der K 183 zwischen Hergershausen und Eppertshausen los. Die Brücke über die Lache wird saniert.

Weitere Maßnahmen sind die K 104 mit der Unterführung bei Heubach, die K 105 mit der Ortsdurchfahrt Mosbach, die K 128 mit dem Kreisel an der „Sauer-Kreuzung“ sowie einer Park-and-Ride-Anlage in Dieburg, und die K 117 mit der Ortsdurchfahrt Habitzheim. Landrat Alfred Jakoubek teilte außerdem mit, dass das Ergebnis des Verkehrsentwicklungsplans noch in der ersten Jahreshälfte vorliegen werde.

Zur weiteren Förderung des Radverkehrs ist, so berichtete der Landrat, die Einrichtung zweier Themenrouten im Landkreis vorgesehen. Im westlichen Teil des Landkreises ist eine „Familienroute“ geplant, im östlichen Teil eine „Weinroute“. Darüber hinaus überprüfen aktuell Studenten der Hochschule Darmstadt im Rahmen eines seit 1995 bestehenden Kooperationsvertrags die Radwegebeschilderung und den Zustand der Radwege im Landkreis. „Damit sichern wir die Qualität und den Fortbestand der Radwege“, so Jakoubek. Überhaupt habe das Thema Radwege im Landkreis große Bedeutung. Im Zuge von Landesmaßnahmen sind Radwege unter anderen zwischen Jugenheim und Pfungstadt, Groß-Zimmern und Klein-Zimmern, Gundernhausen und Groß-Zimmern, Griesheim und Büttelborn sowie zwischen der B 426/Kühler Grund und Nieder-Beerbach auf dem Programm. Die jeweiligen Baubeginne stehen allerdings noch nicht fest.

Breiten Raum nahmen die Konjunkturprogramme ein. Wie Fred Nerschbach vom ASV erläuterte, wirke sich das Konjunkturprogramm des Bundes auch auf den Bundesfernstraßenbau aus. Zusätzlich zum bestehenden Programm gebe es ein Paket von rund 950 Millionen Euro, das vorrangig für Umgehungsstraßen eingesetzt werde. So profitiere die Umgehung von Reinheim davon. Nachholbedarf gebe es außerdem beim Erhalt von Straßen. Hohes Investitionsvolumen ermögliche auch das Konjunkturprogramm des Landes, das für den kommunalen Straßenbau rund 100 Millionen Euro zusätzlich beinhalte.

Abteilungsleiter Schmidt vom ASV informierte die Teilnehmer über die Planungsprojekte des Bundes und des Landes. Dazu gehören der dreistreifige Ausbau der B 26 zwischen Dieburg und Babenhausen, wo mit der Bearbeitung des Vorentwurfs begonnen wurde. Nach Meinung des Landrats sei die Verfahrensdauer viel zu lange, hier sei eine Beschleunigung dringend notwendig. An der B 45 steht das „Semder Kreuz“ auf der Planungsliste. Angesichts der Fülle an Informationen zeige es sich laut Jakoubek, wie wichtig es sei, eine alljährliche Straßenbaukonferenz durchzuführen.

Quelle: op-online.de

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