Luithardt führt nun den SV

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An der Spitze des neu gewählten Vorstandes des SV Sickenhofen stehen als 1.Vorsitzender Jörg Luithardt (vorne in der Mitte) und als Stellvertreter Thomas Hottner (kniend).

Sickenhofen (pg) ‐ Die Sickenhöfer können aufatmen. Das weitere Bestehen ihres Sportvereins ist gesichert. Denn Jörg Luithardt wird das Amt des Ersten Vorsitzenden übernehmen.

Das war eine schwere Geburt, denn bei der Generalversammlung und der ersten außerordentlichen Sitzung im Herbst war es nicht gelungen, einen neuen Vorsitzenden zu finden. Bei der zweiten außerordentlichen Sitzung am Freitagabend gingen die Wahlen jetzt glatt über die Bühne. Nachdem sich Jörg Luithardt bereit erklärt hatte, als Nachfolger von Jürgen Liebald an die Spitze des Vorstands zu treten, konnten auch alle weiteren Positionen besetzt werden.

Es sind einige neue Gesichter dabei, aber die überwiegende Mehrheit war vorher schon im Vorstand aktiv. Als zweiter Vorsitzender wurde Thomas Hottner und als gleichberechtigter dritter Vorsitzender Bernd Gelzleichter gewählt. Er engagierte sich an der Seite von Jürgen Liebald bisher bereits als zweiter Vorsitzender.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge scheidet Jürgen Liebald aus seinem Amt. Der 51-jährige, der von der Jugend an Fußball im Sickenhöfer Sportverein gespielt hat und insgesamt 25 Jahre im Vorstand aktiv war, davon die letzten 15 Jahre als erster Vorsitzender, war nicht mehr angetreten.

„Aus verschiedenen Gründen“, wie er im Gespräch sagte. „15 Jahre als Vorsitzender sind genug. Man fühlt sich verbraucht und hat auch keine neuen Ideen mehr. Ich hatte das Gefühl, die Leute oft einfach nicht mehr zu erreichen“, sagte Liebald, der sich mehr Unterstützung der Vereinsmitglieder und der Sickenhöfer insgesamt gewünscht hätte. „Wenn zu einem Heimspiel gerade mal zehn bis 15 Sickenhöfer als Zuschauer kommen, fragt man sich schon, warum machen wir das eigentlich“, sagt er. Außerdem beklagt er, dass das Ehrenamt von offiziellen Stellen zwar hochgehalten werde. „Aber was man den Vereinen inzwischen aufbürdet, widerspricht diesen Aussagen und Kampagnen doch. Ein Verein muss heute ja wie ein Unternehmen geführt werden“. Die ganze Bürokratie, beispielsweise die nötigen Kenntnisse im Steuerrecht, überfordere doch die meisten, die sich in einem Vereinsvorstand engagieren. „Das ist ein so komplexes Thema, da brauchen die Vereine ja inzwischen Steuerberater oder noch besser gleich einen Anwalt. Denn wenn Fehler passieren, haftet man als Vorstand“, so der bisherige Vorsitzende, der sich auch weiterhin im Verein engagieren will, aber nicht mehr in der ersten Reihe.

Hier wird als Vorsitzender jetzt der 53-jährige Jörg Luithardt stehen, der erst seit zweieinhalb Jahren in Sickenhofen lebt und bei den Alten Herren spielt. „Ich bin im Verein sehr freundlich aufgenommen worden, fühlte mich von Anfang an wohl und möchte das dem Verein zurückgeben. Das ist ein Grund, warum ich mich der Wahl zum Vorsitzenden gestellt habe“, sagte er. Aus den Reihen der Alten Herren kommen auch der zweite Vorsitzende Thomas Hottner und die Jugendleiter Alexander Schreier und Patrick Munsch. Sie sind neu im Amt.

Als erster und zweiter Rechner werden sich Reiner Stütz und Sandra Gelzleichter engagieren. Geschäftsführer ist Franz Weihert. Sascha Heyde ist Schriftführer und Abteilungsleiter Tischtennis. Zum Abteilungsleiter Fußball wurde Jürgen Suerbier gewählt. Die fünf Beisitzer heißen Volker Freund, Ali Ueke, Helmut Trippel, Sven Müller und Achim Wiesinger. Zum Vergnügungsausschuss gehören Helmut Trippel, Cedo Horalovic und Franz Weihert. Im Spielausschuss Fußball werden Carsten Liebald, Ali Ueke und Sven Müller sein.

Ein neues, moderneres Vereinswappen wurde auch vorgestellt und einstimmig beschlossen. Ein kleiner Fanshop mit Textilien, wie Poloshirts und Unterwäsche, auf denen das Vereinslogo zu sehen ist, wird von Thomas Hottner aufgebaut.

Jörg Luithardt, der bei der Firma HSE Technik für die Trinkwasserversorgung im Einsatz ist, appellierte für mehr Engagement aller Mitglieder. „Ich bin zuversichtlich, dass wir mit der gewählten Mannschaft etwas bewegen können“, sagte der Familienvater, der zwei erwachsene Töchter und einen kleinen Enkel hat.

Quelle: op-online.de

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