Wolkenhauers Idylle öffnet

Lustwandeln im Landhausgarten

+
Auch wenn Volker und Hannelore Wolkenhauer nicht beim offiziellen Programm der Offenen Gartenpforte Hessen mitmachen, öffnen sie doch für Besucher ihre Gartenidylle am kommenden Wochenende.

Babenhausen -  Für einige Menschen ist Gartenarbeit keine lästige Pflicht, sondern eine Freude. Volker und Hannelore Wolkenhauer aus Babenhausen gehören zu dieser Spezies. Von Petra Grimm 

Am kommenden Wochenende, 9. und 10. Juni, laden sie Interessierte wieder in ihren malerischen Landhausgarten ein, sich umzusehen und auszutauschen. „Anders als im vergangenen Jahr sind wir nicht im offiziellen Programm der Offenen Gartenpforte Hessen vertreten, aber wir öffnen unseren Garten trotzdem. Auch weil es uns letzten Sommer so viel Spaß gemacht hat. Über 100 Besucher fanden den Weg zu uns“, sagen die beiden Senioren, die auf ihrem rund 600 Quadratmeter großen Grundstück, Am Obereichen 74 in Babenhausen, ein grünes Paradies geschaffen haben.

Begonnen haben sie damit vor etwa 20 Jahren. „Rosen hatten wir von Anfang an. Inzwischen sind es rund 50 Kletter-, Busch- und Beetrosen“, sagt die aus Niedersachsen stammende Frau, bei der die Liebe zur Natur mit der zur Musik Hand in Hand gehen. Sie gibt Gitarrenunterricht und hat vor einiger Zeit auch noch in einem Ensemble Cello gespielt. Die Gartenarbeit teilt sie sich mit ihrem Mann. „Er schneidet den Rasen, die Hecke und übernimmt das Bewässern“, erzählt die 68-Jährige, während sie durch ihre an einen englischen Cottage-Garten erinnernde Oase führt. Die Planung und das Pflanzen und Unkraut jäten ist eher ihr Metier. „Wir ergänzen uns gut“, so die Hobbygärtnerin. Von März bis Oktober werkeln die beiden jeden Tag etwa eine Stunde. „Oder einmal in der Woche einen ganzen Tag.“

Den Vorgarten in Südwestlage betreten die Besucher an einer langen Buchen- und Ligusterhecke vorbei und erblicken unter anderem einen großen Blutahorn-Kugelbaum, eine Blumenesche und vier kugelförmige Eiben, jede Menge Rosen, darunter ganz alte Sorten, und eine mit Wein, Geißblatt und Hopfen berankte Sitzbank. Zum Garten hinter dem Wohnhaus geht es an einem schmalen Beet mit Stauden, Kletter- und Beetrosen vorbei durch einen Buchenbogen ins Obstquartier, mit Apfel, Birnen und Quitten, die zum Spalier geschnitten sind. Verschiedene Kräuter, Stachel- und Himbeeren fühlen sich hier wohl.

„Ich selbst bin in der Großstadt aufgewachsen, habe aber immer den Garten meines Großvaters geliebt. Das hatte ich im Kopf, als ich dann selbst Kinder hatte“, erzählt Hannelore Wolkenhauer. Der Garten ihres Großvaters sei vor allem auch ein Nutzgarten gewesen. „Damals ist viel eingekocht worden. Mein Großvater hat sogar Obstwein selbst gemacht. Der blubberte in großen Glasballons und ich erinnere mich gut, wie ich als Kind fasziniert davor gestanden habe.“

Bilder: Offene Gärten in Hergershausen

Im hinteren Gartenteil sind unter anderem Gräser, Seggen, Stauden und große Ligusterkugeln zu entdecken. Hortensien, Rhododendren, Funkien und immer wieder Rosen verwöhnen das Auge. Ein besonderer optischer Reiz ist die malerische Metallaube mit Ramblerrosen im Zentrum des grünen Idylls, das auf jeden Fall einen Besuch wert ist und Inspiration bietet. Als zusätzliches Schmankerl für ihre Gäste bieten die Wolkenhauers sowohl Samstag als auch Sonntag jeweils um 15 Uhr eine Lesung zu Thema Garten.

Auch die Familie Jakob beteiligt sich wieder an der Offenen Gartenpforte Hessen. Der blühende Garten der Heidegalerie in der Harpersthäuser Straße 12 in Babenhausen-Sickenhofen ist Samstag und Sonntag, 9. und 10. Juni, jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare