„Man muss in die Gänge kommen“

Babenhausen - Der Tag der offenen Kaserne ist nicht zufällig gewählt: Nicht nur, dass zeitgleich in der Altstadt gefeiert wird und der bundesweite Denkmaltag begangen wird. Es kommt nun auch Schwung in das Vorhaben, das Gelände und die Gebäude einer neuen Nutzung zuzuführen.

Auf der Immobilienmesse Expo Real soll das Gelände im Oktober Investoren schmackhaft gemacht werden. Die Grundlage für die Nutzung stellen die Qualitätsziele und eine Rahmenplanung dar, die von den politischen Gremien der Stadt - wie berichtet - beschlossen wurden. Morgen haben Interessierte die Möglichkeit, sich über die Pläne für die Entwicklung, aber auch über die Vergangenheit des Areals zu informieren, wofür die Stadt ein vielfältiges Programm und zahlreiche Führungen vorbereitet hat. Doch inwieweit verfolgen die Bürger überhaupt das Geschehen rund um das ehemalige Kasernengelände? Unsere Mitarbeiterin Jasmin Frank hat sich umgehört.

Brunhilde Kläber: „Ich befürchte, dass alles, was hier geplant ist, schief gehen wird. Ich habe mich zwar nicht näher mit den Plänen befasst, aber ich habe keine großen Hoffnungen, dass dort wirklich etwas gelingen wird. Bis jetzt ist nichts auf die Beine gestellt worden, und so wird es auch bleiben.“

Kathrin Daiber: „Mein Vater und ich werden am Sonntag gemeinsam in die Kaserne gehen, denn sie ist vor allem auf Grund ihrer Geschichte interessant. Aber wir wollen auch wissen, wie es weitergeht. Die Pläne von der vierteiligen Nutzung sind zwar gut, aber ich bezweifle, dass so etwas rasch angegangen werden kann. Sicher wird eine Umsetzung sehr lange dauern.“

Wolfgang Kunz

Wolfgang Kunz: „Wenn es das Altstadtfest zulässt, werde ich am Sonntag in die Kaserne gehen, denn ich finde das Angebot sehr gut. Auch die Idee, die nun realisiert werden soll, finde ich ausgezeichnet, doch nun sollten die Verantwortlichen auch wirklich in die Gänge kommen. Ich denke, dass sich auch Interessenten aus Gewerbebereichen finden werden, die nicht nur leise und sauber sind. Dann muss abgewogen werden.“

Amanda Haag 

Amanda Haag: „Es gab schon einmal einen Tag der offenen Tür in der Kaserne, den ich auch wahrgenommen habe. Ich habe sehr viel über die großen Pläne gelesen, die nun angedacht sind, finde aber, dass es für einen Laien schwierig ist, ein solches Gesamtkonzept nachzuvollziehen. Gut wäre es, wenn viele Wohnungen für Familien entstünden, denn die Nähe zur Natur ist dafür ideal.“

Günter Pöschel

Günter Pöschel: „Ein Tag der offenen Tür ist ein schönes Angebot, doch ich werde mir keine leeren Gebäude ansehen. Mir tut es leid um das schöne Areal, für das die Verantwortlichen, ebenso wie für das Schloss, viel zu wenig tun. Wenn man an der Kaserne entlang fährt, sieht man den schlechten Zustand schon daran, wie hoch das Gras steht. Mein Vorschlag wäre, dort Wohnungen für Studenten des Campus Dieburg einzurichten.“

Bojana Maydancevic

Bojana Maydancevic: Meine Mutter und ich verfolgen die Diskussion um das Gelände schon lange und werden es am Sonntag auch besichtigen. Die Idee, das Areal in vier Bereiche zu teilen, finden wir gut. Ob Babenhausen aber wirklich Przewalski-Pferde braucht, da bin ich nicht sicher. Wichtiger wäre es, etwas für die Jugend anzubieten: Für sie gibt es hier vor Ort gar nichts, Jugendliche müssen immer nach Darmstadt oder Aschaffenburg ausweichen.“

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare