Markwaldhalle auf der Liste ganz oben

In die Jahre gekommen und ein Sanierungsfall: die Markwaldhalle in Langstadt.Foto: Scharkopf

Babenhausen - (st) Das staatliche Füllhorn wird auch über Babenhausen geleert: Die Stadt beantragt Geld über das Förderprogramm von Land und Bund für infrastrukturelle Maßnahmen. Die Projekte werden gemäß einer Prioritätenliste abgearbeitet, die vom Stadtparlament am Donnerstag einstimmig beschlossen wurde. Würden alle Projekte umgesetzt, beliefen sich die Kosten auf 3,9 Millionen Euro.

Allerdings stehen der Stadt aus dem Konjukturprogramm eine maximale Fördersumme von 1,5 Millionen Euro zu.

So läuft es darauf hinaus, dass nur das erste Projekt auf der Liste umgesetzt wird: die Modernisierung und Erweiterung der Markwaldhalle in Langstadt, die alleine schon mit 1,7 Millionen Euro zu Buche schlägt. Der Anteil der Stadt liegt bei 1,38 Millionen Euro, der Anteil des Landkreises als Schulträger bei 320 000 Euro. Die Mehrzweckhalle wird um einen Turnraum erweitert und erhält eine komplette Wärmedämmung sowie eine neue Heizung. Damit wird den Belangen des Schulsportes entsprochen und da sich der Landkreis beteiligt, werden die laufenden Betriebskosten nach der Sanierung unter den heutigen liegen.

Einen Schritt weiter wollte die FDP gehen. Die Liberalen sprachen sich dafür aus, die Markwaldhalle für 2,2 Millionen gleich als Mehrzweckhalle neu zu bauen. Mittel- bis langfristig sei der Neubau die wirtschaftlichere Variante, meinte Andrea Möbius. Fraglich sei, ob das 1954 errichtete Objekt überhaupt saniert werden könne. Außer ihr stimmte dem Antrag aber niemand zu.

Insgesamt sind auf der Prioritätenliste vier Maßnahmen zu finden. Auf dem zweiten Platz folgen zwei Kindertagesstätten. In der Kita Ludwigstraße ist angedacht, die Bäder zu sanieren, den Bodenbelag zu erneuern, Verglasungsarbeiten erledigen zu lassen sowie die Möblierung zu ergänzen. Hinzu kommt noch Wärmeschutz. Dafür sind 416 000 Euro veranschlagt. Für Sanierungsarbeiten in der Kita Harreshausen würden 232 000 Euro anfallen. Für beide Projekt würden keine Zuschüsse des Kreises fließen. Auf Rang drei findet sich die Solarabsorberanlage, die im Schwimmbad eingebaut werden und dazu betragen soll, Energie zu sparen. Auf dem vierten Rang schließlich steht der Neubau einer Turnhalle an der Bachwiesenschule in Hergershausen. Von den veranschlagten 1,4 Millionen hätte die Stadt 933 000 und der Kreis 466 000 Euro zu tragen. Doch dazu kommt es voraussichtlich nicht, weil das Geld nach der Sanierung der Markwaldhalle ausgegeben sein wird.

Die Prioritätenliste fand den einhelligen Zuspruch der Parlamentarier. Bürgermeisterin Gabi Coutandin hatte im Hinblick auf die Sitzung die Fraktionsspitze in den letzten Tagen zu Gesprächen eingeladen. Auch der Magistrat hatte die Liste im Vorfeld einstimmig abgesegnet. Man habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, sagte Coutandin, aber in der Markwaldhalle müsse dringend etwas getan werden. Würde sie nur saniert, wären 845 000 Euro fällig.

Quelle: op-online.de

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