Mehr Grün und ein Treffpunkt

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Geschäftsaufgaben gehören zum Bild in der Fußgängerzone. Studenten haben Ideen zur Wiederbelebung entwickelt.

Babenhausen ‐ Die Innenstadt ist idyllisch und schön anzuschauen, doch unübersehbar ist auch das Geschäftesterben: „Wir schließen“ und „Räumungsverkauf“, prangt es auf den Fensterscheiben. Von Stefan Scharkopf

„Spielwaren Ott“, „Philippi“ und „Delikates“ sind die jüngsten Beispiele, andere Läden sind bereits geschlossen. Doch was tun, um den Trend umzukehren? Die Projektgruppe „lnBa - Innenentwicklung Babenhausen“, ein Zusammenschluss von Studenten der Fachhochschule Frankfurt des Studiengangs „Geoinformation und Kommunaltechnik“, hat sich seit Oktober 2009 mit der Wiederbelebung des Babenhäuser Stadtkerns befasst, Passanten und Gewerbetreibende befragt.

Jetzt sollen die Ergebnisse einem breiten Publikum vorgestellt werden. Die Stadtverwaltung lädt alle Interessenten zu einer Veranstaltung mit anschließendem Workshop ein. Termin ist am Montag, 15. März, 19.30 bis 21.30 Uhr, in der Stadthalle.

Die Studenten zeigen in einer Präsentation ihre Maßnahmenkonzepte für die Altstadt auf. Daran anknüpfend haben die Babenhäuser Gelegenheit, in Kleingruppen mit den Studenten und der Stadtverwaltung über die Konzepte zu diskutieren. Die daraus resultierenden Ergebnisse werden schließlich noch einmal zusammengefasst und in der großen Runde vorgestellt.

Ziel der Studenten: mehr Pepp

Bei einem ersten Treffen hatte die Stadtverwaltung im vergangenen Jahr den Wunsch geäußert, dass „innovative ldeen und Visionen für die Innenstadt entwickelt“ werden sollten. Diese könnten durchaus auch in realistische Planungen einfließen. „Es stellt sich die Frage, wo wir als Stadt hingehen. Folglich sind wir sehr auf das Zusammenspiel zwischen Stadt und Studenten gespannt“, sagte Wirtschaftsförderin Sylvia Kloetzel.

Das Projekt ergänzt die Zusammenarbeit der Stadtverwaltung mit dem Gewerbe der Altstadt. Bereits im Frühjahr 2009 wurden in einer ldeenbörse Anregungen zur Belebung der Innenstadt gesammelt, Ergebnis war unter anderem die Osterhasenaktion während der letzten Bauphase der Altstadtsanierung.

Ziel der Studenten war es nun, den Kernbereich von Babenhausen „peppiger zu gestalten und wieder zum Leben zu erwecken“. Dazu hatten die Studenten eine Bestandsaufnahme der Gebäude und eine Umfrage unter Bürgern und Gewerbetreibenden gemacht.

Die Ergebnisse gibt`s auf der Internetseite der FH Frankfurt.

So gaben die Befragten bei den Stärken der Stadt das kulturelle Angebot, die günstige Verkehrslage und die Gastronomie an, bei den Schwächen wird die mangelnde Geschäftsvielfalt als das größte Manko angeführt. Hier wünschten sich die Passanten eine größere Mischung. Als Fazit zogen die Studenten, dass es in der Stadt ein gutes soziales Potenzial gebe, eine ebensolche Gebäudesubstanz, verbunden mit einem interessanten historischen Hintergrund. Beklagt wird der geringe Branchenmix. In der Innenstadt herrsche die Farbe Grau vor, an Grünem gebe es zu wenig. Bedauert wird auch, dass es in der Innenstadt keinen Anziehungspunkt gibt. Hier wird beispielsweise die Einrichtung eines Marktcafés als Option gesehen, etwa indem man „Maras Sparparadies“ und das Weltlädchen verlegt. Das zumindest muss man nicht mehr: Das Weltlädchen ist umgezogen und das „Sparparadies“ mittlerweile geschlossen.

Quelle: op-online.de

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