Mehr Menschen für Kirche begeistern

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Pfarrer Ferdinand Winter kam beim Neujahrsempfang nicht ganz ohne eindringliche Worte und Bitten für 2011 aus.

Babenhausen ‐ „Ich würde mich ganz besonders freuen, wenn Gemeindemitglieder in der Kommunion- und Firmvorbereitung sowie in der Ministrantenarbeit mitarbeiten“, sagte Ferdinand Winter beim Neujahrsempfang der katholischen Pfarrgemeinde St. Josef. Von Michael Just

Der „Singkreis“ intonierte den Neujahrsempfang bei der Gemeinde St. Josef.

Der kleine Umtrunk mit einem Rück- und auch einem Ausblick fand direkt nach der Eucharistiefeier im Gemeindehaus statt. Der „Singkreis“ und damit der Kirchenchor sorgte für einen feierlichen Rahmen. Bevor Ferdinand Winter zu seiner Gemeinde sprach, warf der Vorsitzende des Pfarrgemeinderats, Michael Spatar, bei einer Bilderschau einen Blick zurück auf das vergangene Jahr. Der große Bogen begann mit der Sternsinger-Aktion 2010, führte über den Fastnachtsumzug der „Wanderfrösche“, den ökumenischen Weltgebetstag der Frauen, der Männer- und der Frauen-Wallfahrt, das Pfarrfest bis hin zur jüngsten Christmette. Nicht vergessen wurden die Erstkommunikanten, die Firmlinge, der ökumenische Zug des Kreuzes durch die Stadt an Ostern sowie die beiden Prozessionen an Fronleichnam und mit den portugiesischen Mitbürgern zu Ehren der Marienerscheinungen in Fatima. Besonders erfreulich war laut Spatar die große Zahl der neuen Ministranten im August.
Wie vom Pfarrgemeinderatsvorsitzen gab es auch von Pfarrer Ferdinand Winter ein „vergelt’s Gott“ für alle fleißigen Hände in der Gemeinde. Wie der Priester weiter sagte, liege ein ereignisreiches Jahr hinter der Gemeinde und 2011 stehe dem in nichts nach. So werde am 1. Mai der 40. Jahrestag die Weihe der Babenhäuser Pfarrkirche gefeiert. Dazu gehörte ein großes Jubiläumspfarrfest, ein Konzert mit den Chören des Gesangverein „Eintracht“ oder eine Dokumentation zum Kirchenbau. Schon vorher könne am 23. Januar das 35-jährige Jubiläum des „Singkreises“ und am 27. Februar das 20-jährige Bestehen der katholischen Kirchenmusik gefeiert werden.

„Es wird wieder hell“

Als wichtig bezeichnete Winter im zweiten Halbjahr die Wahlen zum Pfarrgemeinderat: „Schon heute gilt hier meine Bitte, dass Gemeindemitglieder sich als Kandidaten aufstellen lassen und Engagement zeigen.“ Im Anschluss widmete er sich den Immobilien von St. Josef, die er mit dem Gotteshaus und dem Gemeindezentrum als unfreiwillige „Dauerbrenner-Themen“ bezeichnete. „Es wird wieder hell“, kündigte der Pfarrer an und meinte damit nicht dass die Tage wieder länger werden. Vielmehr bezog er sich auf die mangelnden Lichtverhältnisse und damit die Elektrik in der Kirche. So sei die Erneuerung der Kabel weitestgehend fertig gestellt und am 20. Januar würden die Lampen geliefert. Auch die Arbeiten zur Schimmelsanierung in der kleinen und großen Sakristei seien im Gange.

Die Arbeit in pastoraler Hinsicht bezeichnete Winter als einen Weg „in kleinen Schritten.“ Man bemühe sich als offene und einladende Gemeinde wahrgenommen zu werden. Um wieder mehr Menschen für die Kirche zu begeistern, versuche man eine ansprechende Gestaltung aller Gottesdienstformen, Tauffeiern sowie Veranstaltungen mit Kindern und Jugendlichen. Auch neue Begegnungsmöglichkeiten, wie der „Kirchenkaffee“, sollen hierzu beitragen. „Eine lebendige, offene Gemeinde können wir aber nur erreichen, wenn viele, und damit meine ich uns alle, engagiert dabei sind“, so Winter.

Quelle: op-online.de

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