Mehr Mobilität für Behinderte

Babenhausen ‐ Ein weiterer wichtiger Schritt zur Behindertenfreundlichkeit in Babenhausen steht kurz vor der Vollendung: Die kleine Unterführung wurde barrierefrei ausgebaut, die seitherigen Absperrungen entfernt. Von Stefan Scharkopf

Die blinden- und behindertengerechten Leitlinien werden zur Zeit im Zuge der Sanierung der B26 hergestellt. „Somit ist es nun möglich, ohne Erschwernisse zu den Einkaufsmärkten im Industriegebiet zu gelangen“, teilt Bürgermeisterin Gabi Coutandin mit.

Bei den Bauarbeiten kam es vor allem darauf an, dass eine maximal sechsprozentige Längsneigung und eine 3,5-prozentige Querneigung nicht überschritten wird. Nur so werden die für Rollstuhlfahrer gravierenden Höhenunterschiede in der Straße vermieden. Zu starke Gefälle beeinträchtigen die Rollstuhl- und Rollatornutzer so sehr, dass sie diese ansteigenden oder abfallenden Wege gar nicht nutzen können: Entweder ist der Kraftaufwand zu groß, die Steigung zu überqueren, und die Beschleunigung bei Gefällen zu stark - oder die Querneigung macht ein Geradeausfahren unmöglich.

„Mit dieser Maßnahme ist nun die gesamte Altstadt niveaugleich und damit behindertengerecht hergestellt - ein wichtiger Meilenstein für ein barrierefreies Babenhausen“, sagt Coutandin. So erfolgte in den letzten Jahren bei jeder Straßenreparaturmaßnahme der behindertengerechte Ausbau von Kreuzungsbereichen. Auch bei der Erneuerung der Straßen und Gassen in der Altstadt war die barrierefreie Mobilität ein zentraler Gesichtspunkt. Pro Jahr hat die Stadt Babenhausen jährlich 50 000 Euro an Haushaltsmitteln für behindertengerechte Umbaumaßnahmen im Straßenverkehr aufgewendet, um damit die Beweglichkeit von körperlich eingeschränkten Bürgern zu verbessern.

Quelle: op-online.de

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