Mehr Nutzer von Bus und Bahn

Babenhausen ‐ Bus und Bahn werden im östlichen Teil des Landkreises gerne genutzt - und immer öfter. Die Darmstadt-Dieburger Nahverkehrsgesellschaft Dadina hat jetzt den neuen Nahverkehrsplan beschlossen, der von 2011 bis 2016 gilt. Von Stefan Scharkopf

Im Bereich von Babenhausen und Schaafheim melden die Verkehrsplaner auf Anfrage, dass im Hinblick auf die Fahrgaststeigerungen bei den Linien Firma Spahn und Roth von einer Steigerung von insgesamt etwa fünf Prozent von 2005 auf 2009 auszugehen ist. Genauere und aktuellere Zahlen gibt es erst 2011, wenn die Ergebnisse der neuen Verbundzählung des RMV vorliegen.

Die Haltestelle „Kaserne“ in Babenhausen wird bereits jetzt von einigen Fahrten im Schüler- und im Spätverkehr angefahren. Durch die Konversion der ehemaligen Militärfläche wird der Bereich allerdings eine viel größere Bedeutung bekommen, so dass dann eine verbesserte ÖPNV-Anbindung dieses Bereichs geplant ist. Noch ist die Haltstelle aber vorwiegend in den Stoßzeiten von Interesse. Wie Dadina-Geschäftsführer Matthias Altenhein mitteilt, wird im Nahverkehrsplan für die Region Babenhausen/Schaafheim noch angeregt, den Einsatz von bedarfsorientierten Systemen wie etwa ein Anrufsammeltaxi zu prüfen.

Wenig Interesse für "midkom"

In der Stadt Babenhausen war die Einführung eines bedarfsorientierten Mobilitätsangebots „midkom“ diskutiert worden und in einer Informationsveranstaltung vorgestellt - zu der nur wenige Interessenten kamen. Bei „midkom“ geht es um eine Ergänzung des Öffentlichen Personennahverkehrs durch ein innerkommunales Mobilitätssystem. Ziel ist es, besonders Senioren, Kinder und Jugendliche sowie Menschen mit Beeinträchtigungen in ihrer Mobilität zu unterstützen. Bei der Haushaltsdebatte im Sommer wurde mehrheitlich beschlossen, auf das Projekt vorerst zu verzichten.

Der Nahverkehrsplan dient als Rahmenplan für die Entwicklung des ÖPNV. Im Vorfeld waren alle Kommunen im Dadina-Gebiet sowie der Fahrgastbeirat und die Fahrgastverbände einbezogen worden. Insgesamt gab es 230 Änderungswünsche.

Quelle: op-online.de

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