Mehr Platz für den Unterricht

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Lehrerin Corinna Palmy an einem der neuen „Active Boards“.

Schaafheim ‐ Die Schüler der Lindenfeldschule haben von nun an mehr Platz. Doch wofür brauchen sie den überhaupt? Schließlich ist die Schülerzahl an der Lindenfeldschule seit dem Schuljahr 2006/2007 von 136 auf 119 Schüler gesunken. Von Katrin Görg

Für 2018/2019 wird sogar eine Schülerzahl von nur 74 prognostiziert. Lohnt es sich da wirklich, das zweite Obergeschoss mit zwei neuen Klassenräumen aufzustocken, ein neues Treppenhaus mit Aufzug anzubauen und das Nachbarhaus mit ins Schulgebäude einzubeziehen?

„Ja“, meint Schulleiterin Silvia Wiesiollek und bekommt Unterstützung von Landrat Klaus Peter Schellhaas: „Wir sollten uns eine Schule vor Ort, die sicherlich eine der wichtigsten Infrastrukturmaßnahmen ist, auch bei einer geringen Schülerzahl leisten.“ Zudem ermögliche der Umbau der Mosbacher Schule dem gesellschaftlichen Wandel hin zur Ganztagsschule gerecht zu werden. Wie dieses Ganztagsprogramm im Detail aussehen wird, werde sich noch zeigen, so der Landrat. „Zumindest haben wir seit September schon die Betreuung bis 17 Uhr“, stellte er bei der Besichtigung lächelnd fest.

Mit Renovierung verschwanden Kreidetafeln

Die gesamten Neuerungen an der Lindenfeldschule, unter die auch die neuen Brandschutzauflagen fallen, verschlangen 770 000 Euro. Davon werden 425 000 Euro durch das Sonder-Investitions-Programm des Landes Hessen gedeckt, die restlichen Kosten übernimmt der Landkreis.

Beeindruckt war man von dem Aufzug, der es auch körperlich behinderten Schulkindern ermöglicht, alle Räumlichkeiten barrierefrei nutzen zu können. Um auf alle Bedürfnisse von geistig und körperlich behinderten Kindern eingehen zu können, ist es damit allein aber nicht getan. Daher zählen seit kurzem Integrationslehrer, Freiwilligendienst-Leister und eine Sprachheilambulanz zum Kollegium, welches sich dadurch fast verdoppelt hat.

Mit der Renovierung verschwanden auch die alten Kreidetafeln aus den meisten Klassenzimmern und wurden durch „Active Boards“, interaktive Tafeln, ersetzt.

Quelle: op-online.de

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