Mehr Tote auf den Straßen

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Wenn´s kracht, dann oft mit erheblichen Folgen: Bei diesem Unfall zwischen Babenhausen und Schaafheim gab es vier Verletzte, zwei davon schwer.

Darmstadt-Dieburg ‐ Auf den Straßen im Landkreis hat es im vergangenen Jahr weniger oft gekracht und die Zahl der Verletzten ist weiterhin rückläufig. Allerdings haben die schweren Unfälle wieder zugenommen. Auch die Zahl der Toten ist gestiegen. Von Stefan Scharkopf

Die Zahl aller registrierten Unfälle verringerte sich laut Polizeipräsidium Südhessen 2009 um 212 auf 4821 (- 4,21 Prozent) gegenüber 2008.

Erfreulich ist auch der über Jahre hinweg anhaltende Rückgang der Verkehrsunfälle mit Personenschaden im Landkreis. Waren es 2004 noch 1 032, so nahmen diese auf 843 im Jahr 2009 ab; ein weiterer Rückgang um 51 (-5,70 Prozent). Unerfreulich gestiegen ist allerdings die Anzahl der schweren Verkehrsunfälle. Im Jahr 2009 registrierte die Polizeidirektion 149 Crashs mit Schwerverletzten - eine Zunahme um elf (+7,97 Prozent), aber im längerfristigen Vergleich immer noch deutlich unter den Zahlen vergangener Jahre. Mit 13 Verkehrstoten sind fünf Menschenleben mehr zu beklagen als 2008.

Die häufigsten Unfallursachen sind die üblichen: zu geringer Sicherheitsabstand, Fehler beim Einbiegen und zu hohe Geschwindigkeiten.

Deshalb werden die Beamten der Polizeidirektion auch künftig ihre Laserpistolen an unfallträchtigen Strecken und neuralgischen Punkten einsetzen, damit sich insbesondere die schweren Verkehrsunfälle weiterhin nachhaltig reduzieren.

Straßen zu Schmal oder schlechte Bankette

Sorgen bereiten der Unfallkommission drei Unfallstrecken: Zum einen die Bundesstraße 45 zwischen Dieburg und Groß-Umstadt, die Landesstraße 3413 zwischen Habitzheim und dem Anschluss mit der B 45 und die Kurvenstrecke der Kreisstraße 138 zwischen Frankenhausen und Waschenbach. Insbesondere die Fahrbahnen der genannten Landes- und Kreisstraße sind teilweise zu schmal oder weisen schlechte Bankette auf. Nach Meinung der Unfallkommission muss eine Modernisierung dieser Straßen langfristiges Ziel der Verantwortlichen sein.

Von der Polizeidirektion wurden im Landkreis 48 „Unfallpunkte“ erkannt, also Örtlichkeiten, wo häufiger etwas passiert.

Davon ist bei zehn Wild involviert. Allein auf der B 426 zwischen Ober-Ramstadt/Hahn und Reinheim kam es zu 20 Unfällen mit Rehen und Co.

Während mehr Fußgänger bei Unfällen beteiligt waren, ist die Zahl bei den Rad- und Motorradfahrern gefallen. Auch hier sieht die Polizeidirektion Erfolge in der verstärkten Überwachung der Zweiradfahrer im Zusammenhang mit aufklärenden Aktionen insbesondere an Schulen.

Ebenso unterschiedlich zeigt sich die Anzahl der Verkehrsunfälle unter Alkohol- bzw. Drogeneinfluss. Während sich weniger Menschen mit Promille ans Steuer setzen, sind die Drogenkonsumenten etwas ungehemmter. Um den Blick für Berauschte zu verschärfen, haben die Beamten ein Schulungsprogramm absolviert.

Quelle: op-online.de

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