Hexenbruder hat’s in sich

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Das Babenhäuser Blasorchester spielt zum Doppelbock-Anstich am Freitag auf.

Babenhausen - „In den Spezialitäten liegt vielleicht die Zukunft“, glaubt Reiner Strohfuß. Und mit Spezialitäten meint der Prokurist der Michelsbräu GmbH in diesem Fall Bier. Klasse statt Masse heißt das Credo für die traditionsreiche Babenhäuser Brauerei. Von Jens Dörr

„Die großen Hersteller produzieren ohne Ende, zudem sinkt seit Jahren der Pro-Kopf-Bierkonsum“, weiß Strohfuß. Für eine kleine Brauerei wie die Michelsbräu, deren Absatz sich zudem auf ein Einzugsgebiet von rund 70 Kilometern um Babenhausen herum beschränkt, gelte es also, sich über die Produktqualität hervorzuheben. Dann sei der Kunde durchaus auch bereit, etwas mehr für die Flasche zu bezahlen, so Strohfuß.

Diese Gedanken äußerte der Michelsbräu-Prokurist am Freitagabend während eines erfreulichen Anlasses der Brauerei: Vor dem Rathaus wurde das erste Fass des „Hexator Doppelbock“ angestochen. Wulf Heintzenberg, Stadtverordnetenvorsteher Babenhausens, wurde diesmal diese Ehre zuteil. Auch Landrat und Bürgermeisterin durften schon anstechen. Mit Blick auf die regionale Ausrichtung der Brauerei lade man für den Akt in erster Linie auch regionale Persönlichkeiten ein, erläuterte Strohfuß nach vollbrachtem Werk.

Stießen mit den ersten Gläsern des frisch gebrauten Doppelbock an (v. l.): Uwe Bülter, Catherine von Schoen, Wulf Heintzenberg und Reiner Strohfuß.

Die ersten Gläser des Doppelbock flossen für mehr als 100 Babenhäuser, die zum Anstich gekommen waren, kostenlos. Ab jetzt und voraussichtlich bis in den Januar hinein wird die Spezialität in Gaststätten und im Getränkehandel sowie vom eigenen Brauereigelände aus vertrieben, kündigte Strohfuß an. Das Doppelbock gibt es in diesem Jahr nicht nur im Fass und der Halbliterflasche zu kaufen, sondern auch in kleineren Flaschen mit einem Drittelliter des süffigen Genusses. Das Bier mit seiner etwas süßlichen Note hat mit 7,4 Prozent einen wesentlich höheren Alkoholanteil als normales Pils (in der Regel zwischen vier und fünf Prozent). 200 Hektoliter, 20 000 Liter also, hat das Babenhäuser Unternehmen vom „Hexator Doppelbock“ gebraut. Der Name leitet sich ab vom Export „Hexe“. „Hexator hört sich an wie der starke Bruder“, schilderte Strohfuß lächelnd den Marketing-Gedanken hinter dem Namen.

Neben vielen Bürgern, die sich das Bier munden ließen, vertrat der Schaafheimer und ehrenamtliche Kreisbeigeordnete Uwe Bülter den Landkreis Darmstadt-Dieburg. Landrat Klaus Peter Schellhaas war aufgrund terminlicher Überschneidungen verhindert, Michelsbräu-Geschäftsführerin Catherine von Schoen ließ sich den Termin ihrerseits nicht nehmen. Bülter rühmte in seinem Grußwort die „fantastischen Vier“, Wasser, Malz, Hopfen und Hefe. Das Babenhäuser Blasorchester rahmte den Doppelbock-Anstich musikalisch ein.

Quelle: op-online.de

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